Reineke

1. Fuchs Reinick lebt noch im Rhat, in allen sachen Früe vnnd Spat. – Lehmann, 623, 95.


2. Reineke sitzt in jedem Staat, noch heut in jedem Fürstenrath. – Eiselein, 526.


3. Reineke muss im Rath sein. – Grubb, 702.


[1639] 4. Reinicke muss zu Hoff vnd allenthalben im Rath sein. – Lehmann, 387, 13.

Mhd.: De Reinkens kunst nicht heft gelert, de is tor werlde nicht vele wert. – De Reinkens list nu bruken kan, de wert ok dragen ein upperman. (Lübben, R.V. 6763 u. 6769.)


5. Renke, wenn 'k wenke, denn plück mi de Gôs; Renke, wenn 'k wenke, denn lât mi hum los. – Kern, 878.


6. Wenn Reineke nicht schwimmen kann, so muss das Wasser die Schuld han. (S. ⇒ Reiher 1.) – Petri, II, 671.


*7. Er ist ein Reineke in der Haut. (S. ⇒ Bube 78 und ⇒ Schalk.)


*8. Reineke, tuih, dat es Mettwost. (Lippe.)

Reineke, zieh, das ist Mettwurst; d.h. nimm den Vorschlag an, schlag zu, dabei ist etwas zu gewinnen.

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 3. Leipzig 1873, Sp. 1639-1640.
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