Zaunpfahl

1. Der Zaunpfahl passt zum Winken, wie der Esel zum Lautenschlagen.


2. Man kan wol Zaunpfahl schmücken, so schmückt man auch wol ein Weib. – Petri, II, 457.


3. Man kann wol 'n Tunpahl uptügen (ankleiden). – Eichwald, 1956.

Von hässlichen Frauen, die in grossem Staate einhergehen. – In der Altmark: Ên kann ôk 'n Tûnpaol antreck'n. (Danneil, 278.)


4. Wegen eines Zaunpfahls lässt man keinen Zaun eingehen.

In Appenzell: Weg anna Stecka lod-ma n'e ken Hag abgoh.


*5. Einem mit dem Zaunpfahle winken. – Klix, 124.

Jemand etwas auf sehr starke Weise andeuten, zu verstehen geben. (S. ⇒ Wanne u. Holzschlägel ⇒ 4 u. ⇒ 5.)

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 5. Leipzig 1880, Sp. 513,1820.
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513 | 1820
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