Zehn

1. Besser zehn ehrlich gemacht, als einen zum Schelm.


2. Es lauft eins höher als zehn.


3. Es müssen Zehen neben einem verderben biss einer reich wird. – Petri, II, 289.


4. Ick bün vör Tein nich bang, so lang ick allein bün. – Raabe, 8; für Jever: Frommann, III, 38, 20.


5. Wer zehnen die Zähne gegeben, der wird ihnen auch zu essen geben.


*6. Alle Zehn danach lecken (strecken).


*7. Er wird sich vor zehn nicht fürchten, wenn er allein ist. – Sailer, 105.

Wie das Sprichwort im Vordersatz dem Feigen Muth gibt, um ihm denselben im Nachsatz wieder absprechen zu können.


*8. Mit allen Zehnen (nämlich Fingern) darnach langen.

Frz.: Il y met les quatre doigts et le pouce.


*9. Von Zehn bis Mittag. (Oberösterr.)

Also kurze Zeit.


*10. Zehne suchen (sehen) die Gefahr, und einer rettet sich.


[Zusätze und Ergänzungen]

11. Lieber Zehn hergeben, als Hundert ausleihen.

It.: Meglio dieci donare che cento prestare. (Giani, 1411.)


12. Zehn wollen weise sein, Einer will es werden. – Altmann VI, 498.

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 5. Leipzig 1880, Sp. 517-518,1820.
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