Zu

1. To1, Thâlk2, stä up un wask de Schöttels. (Jever.) – Frommann, III, 424, 71.

1) Zu, elliptisch für: Gehe zu! Vorwärts!

2) Adelheid. Wird von unfügsamen, widerspenstigen Frauen gebraucht, die aus Eigensinn oder Verstocktheit nicht thun wollen, was ihnen zukommt, oder von solchen, die von der Kaffeekanne nicht wegkommen können. Nach einer unter der Ueberschrift a.a.O. befindlichen Erzählung: »Wer soll die Schüsseln waschen?« ist die Redensart dadurch entstanden, dass eine Frau ihrem Mann abends keinen Brei kochen wollte, weil sie die Schüssel am folgenden Morgen nicht waschen mochte. Beide Eheleute blieben den folgenden Tag im Bett liegen, weil keins von beiden die Schüsseln waschen wollte. Die Nachbarn, da das Haus verschlossen blieb, glaubten, sie seien ermordet, und drangen ein. Da sie beide im Bette lebend fanden, ohne dass sie sich rührten oder sprachen, hielten sie sie für behext und leiteten ein Verfahren dagegen ein, wodurch dem Mann die sprichwörtlich gewordenen Worte entlockt wurden.


*2. Nu zue, d' Fötzeli gänd au warm.Sutermeister, 20.

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 5. Leipzig 1880, Sp. 610.
Lizenz:
Faksimiles:
Kategorien: