Hegemonie

[355] Hegemonie hieß bei den alten Griechen das Recht, welches dem angesehensten unter den vielen kleinen griech. Staaten zuerkannt wurde, in gemeinschaftlich unternommenen Kriegen, namentlich gegen die Perser, den Oberfeldherrn über das gesammte griech. Heer zu ernennen. Anfangs hatte Sparta die Hegemonie, nachmals Athen, nach dessen Eroberung in Folge des peloponnesischen Krieges wieder Sparta und nachher auf kurze Zeit Theben. Endlich brachten es Philipp von Macedonien und sein Sohn Alexander der Große dahin, daß sie von den Griechen als Oberfeldherren anerkannt wurden, wodurch Griechenland um seine Selbständigkeit kam. (Vgl. Griechenland.)

Quelle:
Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, Band 2. Leipzig 1838., S. 355.
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