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Stiftung Warentest
Die S. W. (StiWa) ist eine dt. Verbraucherschutzorganisation mit Sitz in Berlin, die mit dem Anspruch der Unabhängigkeit Waren u. Dienstleistungen verschiedener Anbieter untersucht u. vergleicht. Sie wurde nach jahrelangen Diskussionen durch einen Beschluss der Bundesregierung vom 16. September 1964 (der Bundestag stimmte am 4. Dezember zu) als selbstständige, rechtsfähige Stiftung bürgerl. Rechts errichtet u. ist hauptsächlich operativ tätig.
Stigmatisation
S. (von griechisch στíγμα stigma = Stich) bezeichnet das Auftreten der Wundmale Christi am Körper eines lebenden Menschen. Die entspr. Wundmale werden als Stigmata (Einzahl Stigma), Menschen, bei denen S. auftritt, als Stigmatisierte bezeichnet.
Stigmatisierung
S. bezeichnet die zu Diskriminierung führende Charakterisierung einer Person oder Gruppe durch die Zuschreibung gesellschaftlich oder gruppenspezifisch negativ bewerteter Merkmale.
Stil
Der Begriff S. bezeichnet eine charakteristisch ausgeprägte Art der Ausführung menschl. Tätigkeiten. Der Begriff bezieht sich ursprünglich auf Kunst u. untersucht u. klassifiziert werden die Stile von der Stilkunde. Daneben umfasst aber der erweiterte Begriff allg. verwandte Phänomene der Alltagskultur.
Stiles, Julia O'Hara
Julia O'Hara Stiles (* 28. März 1981 in New York) ist eine US-amerikan. Theater- u. Filmschauspielerin. Der Durchbruch gelang ihr mir “10 Dinge, die ich an dir hasse”.
Stille Gesellschaft
Die S. G. ist eine Sonderform der Gesellschaft. Eine S. G. entsteht dadurch, dass sich eine natürliche oder jurist. Person am Handelsgewerbe eines anderen mit einer Vermögenseinlage beteiligt.
Stillen
Als S. oder Brusternährung wird die Ernährung des Säuglings u. Kleinkinds an der menschl. Brust bezeichnet.
Stille Nacht, heilige Nacht
S. N., h. N. ist ein bekanntes Weihnachtslied.
Stiller, Ben
Ben Stiller (* 30. November 1965 in New York, USA; eigentlich Benjamin Edward Stiller) ist ein US-amerikan. Schauspieler, Drehbuchautor, Filmregisseur u. Produzent. Er wirkte u. a. in “Verrückt nach Mary” u. “Die Royal Tennenbaums” mit.
Stiller, Jerry
Jerry Stiller (* 8. Juni 1927 in New York City; eigentl. Gerald Stiller) ist ein US-amerikan. Schauspieler. Er wurde vor allem bekannt durch die US-Sitcom “King of Queens”.
Stilley, Margo
Margo Stilley (* 20. November 1982 in South Carolina, USA) ist eine US-amerikan. Schauspielerin.
Stillleben
Als S. bezeichnet man in der Geschichte der europ. Kunsttradition die als Arrangement eigenständige Darstellung von in der Regel kleineren Gegenständen, deren Auswahl u. Gruppierung nach inhaltlichen u. ästhet. Aspekten erfolgte. Zur eigenständigen Gattung der Malerei wurden diese Darstellungen im Barock.
Stimmlage
Eine S. ist ein Begriff, mit dem in der Musik Singstimmen oder Musikinstrumente anhand ihres Tonumfangs sortiert werden. Dabei gilt der Tonumfang, der bei normaler Funktion des Stimmorgans physiologisch oder des Instruments physikalisch erzeugt werden kann. Die häufigsten Stimmlagen sind Sopran, Alt, Tenor u. Bass.
Stine, R. L.
R. L. Stine, eigentl. Robert Lawrence Stine, früherer Autorenname auch Jovial Bob Stine, (* 8. Oktober 1943 in Columbus/Ohio) ist ein US-amerikan. Kinder- u. Jugendbuchautor. Der Durchbruch gelang ihm mit der Gruselbuchreihe Gänsehaut.
Stinkefinger
Als S. bezeichnet man eine beleidigende, obszöne Geste mit der Hand, bei der die geballte Faust mit ausgestrecktem Mittelfinger einem Individuum oder einer Gruppe entgegengestreckt wird.
Stinshoff, Julia
Julia Stinshoff (* 27. Dezember 1974 in Bonn) ist eine dt. Schauspielerin. Neben ihrer Muttersprache beherrscht die Tochter eines Diplomaten auch die englische u. italien. Sprache. Zudem besitzt sie eine ausgebildete Altsopran Gesangsstimme.
Stirb an einem anderen Tag
S. a. e. a. T. (Originaltitel: Die Another Day) ist der 20. Kinofilm der von Eon Productions Ltd. produzierten James-Bond-Filmreihe aus dem Jahr 2002.
Stirb langsam
S. l. ist ein US-amerikan. Actionfilm aus dem Jahr 1988. In den Hauptrollen sind Bruce Willis u. Alan Rickman zu sehen.
Stirlingmotor
Der S. ist eine Wärmekraftmaschine, in der ein abgeschlossenes Arbeitsgas wie Luft oder Helium von außen an zwei verschiedenen Bereichen abwechselnd erhitzt u. gekühlt wird, um mechan. Energie zu erzeugen. Der S. arbeitet nach dem Prinzip eines geschlossenen Kreisprozesses u. ist ein Beispiel für die Energieumwandlung von einer schlecht nutzbaren Energieform (therm. Energie) in die besser einsetzbare Energieform mechan. Energie. Der S. kann mit einer beliebigen externen Wärme- (oder Kälte)quelle betrieben werden. Es gibt Modelle, die bereits bei Anfassen durch die Wärme der menschl. Hand in Gang kommen.
Stirnhöhle
Die S. (Sinus frontalis) ist eine der Nasennebenhöhlen (Sinus paranasales). Sie stellt einen mit Schleimhaut ausgekleideten Hohlraum im Stirnbein (Os frontale) dar, der mit dem mittleren Nasengang (“Sinusgang”) der Nasenhöhle in Verbindung steht. Zusätzlich besteht eine Verbindung zu den Siebbeinzellen. Die Stirnhöhlen beider Seiten sind durch ein dünnes Septum voneinander getrennt.
Stirnlappenbasilisk
Der S. (Basiliscus plumifrons) gehört zur Unterordnung der Leguanartigen.
Stoa
Als S. (griech. Στοά) wird eines der wirkungsmächtigsten philosoph. Lehrgebäude in der abendländ. Geschichte bezeichnet. Tatsächlich geht der Name auf eine Säulenhalle auf der Agora (Athen), dem Marktplatz von Athen, zurück, in der Zenon von Kition um 300 v. Chr. seine Lehrtätigkeit aufnahm. Ein bes. Merkmal der stoischen Philosophie ist die kosmologische, auf Ganzheitlichkeit der Welterfassung gerichtete Betrachtungsweise, aus der sich ein in allen Naturerscheinungen u. natürl. Zusammenhängen waltendes göttl. Prinzip ergibt. Für den Stoiker als Individuum gilt es, seinen Platz in dieser Ordnung zu erkennen u. auszufüllen, indem er durch die Einübung emotionaler Selbstbeherrschung sein Los zu akzeptieren lernt u. mit Hilfe von Gelassenheit u. Seelenruhe zur Weisheit strebt.
Stochastik
Die S. (altgr. στόχος stóchos “Vermutung”) ist ein Teilgebiet der Mathematik u. fasst als Sammelbegriff die Gebiete Wahrscheinlichkeitstheorie u. Statistik zusammen.
Stöchiometrie
Die S. (von gr. στοιχειον, “Grundstoff” u. μετρειν, “messen”) ist ein grundlegendes mathemat. Hilfsmittel in der Chemie u. dient der Berechnung von quantitativen Informationen, die aus einer Reaktionsgleichung gewonnen werden können. Sie beruht auf dem Massenerhaltungssatz.
Stockente
Die S. (Anas platyrhynchos) ist eine Vogelart aus der Familie der Entenvögel (Anatidae). Sie ist die in Mitteleuropa bekannteste wildlebende Ente u. auch die Stammform der Hausente.
Stockhausen, Karlheinz
Karlheinz Stockhausen (* 22. August 1928 in Mödrath, jetzt Kerpen; † 5. Dezember 2007 in Kürten-Kettenberg) war ein dt. Komponist. Er gilt als führender Vertreter der seriellen u. elektron. Musik, seit den 1070ern einer intuitiven Musik, u. als einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jh.
Stockholm
S. (Stock: Stock, Baumstamm; holm: kleine Insel) ist die Hptst. Schwedens u. größte Stadt in Skandinavien. Sie liegt am Ausfluss des Mälarsees in die Ostsee. S. ist Residenz des Königspaares, Sitz des schwed. Parlamentes u. der schwed. Regierung, Sitz einer Universität u. mehrerer Hochschulen. – 782.885 Ew.
Stockholm-Syndrom
Unter dem S. versteht man ein psycholog. Phänomen, bei dem Opfer von Geiselnahmen ein positives emotionales Verhältnis zu ihren Entführern aufbauen. Dies kann dazu führen, dass das Opfer mit den Tätern sympathisiert. Es kann sogar darin münden, dass Täter u. Opfer sich ineinander verlieben oder kooperieren.
Stoffmenge
Mit S. wird die quantitative Menge für Stoffe, insbes. in der Stöchiometrie, bezeichnet. Diese S. ist dabei weder Masse, noch Teilchenzahl, sondern im Internationalen Einheitensystem (SI) durch willkürl. Vereinbarung als Basisgröße eigener Art festgelegt. Das bedeutet, sie ist auch nicht durch andere SI-Basisgrößen darstellbar. Die Einheit der S. ist das Mol, eine SI-Basiseinheit.
Stoffmengenkonzentration
Unter der Molarität (veralteter Begriff) oder S. (Formelzeichen: c) versteht man den Quotienten aus der Stoffmenge (n) eines gelösten Stoffes X u. dem Volumen (V) der Lösung. Sie kann in der Einheit Mol pro Liter angegeben werden.
Stoffwechsel
Der S. oder der Metabolismus (griechisch μεταβολισμός, metabolismósder Stoffwechsel, mit latein. Endung versehen) steht für die Aufnahme, den Transport u. die chem. Umwandlung von Stoffen in einem Organismus sowie die Abgabe von Stoffwechselendprodukten an die Umgebung. Handelt es sich im ersten Fall um Fremdstoffe, so spricht man auch von Fremdstoffmetabolismus. Diese biochem. Vorgänge (zum Beispiel innere u. äußere Atmung, Transportvorgänge, Ernährung ...) dienen dem Aufbau u. der Erhaltung der Körpersubstanz (Baustoffwechsel), der Energiegewinnung (Energiestoffwechsel) u. damit der Aufrechterhaltung der Körperfunktionen. Wesentlich für den S. sind Enzyme, die chem. Reaktionen katalysieren.
Stoffwechselstörung
Bei den Stoffwechselstörungen handelt es sich um eine relativ große Anzahl unterschiedl. Krankheiten. Meist werden unter diesem Begriff nur angeborene Störungen aufgezählt. Stoffwechselstörungen können aber auch erworben sein.
Stoiber, Edmund
Edmund Rüdiger Stoiber (* 28. September 1941 in Oberaudorf, Ldkrs. Rosenheim) ist ein dt. Politiker (CSU). Von 1993 bis 2007 war er Min.-Präs. des Freistaates Bayern u. von 1999 bis 2007 Vorsitzender der CSU. Seit 2007 ist er Ehrenvorsitzender der CSU. Mit Stoiber als Spitzenkandidaten erreichte die CSU bei der bayer. Landtagswahl 2003 das nach Sitzverteilung beste Ergebnis, das je bei einer Landtagswahl in der Bundesrepublik erzielt wurde. Bei der Bundestagswahl 2002 war er Kanzlerkandidat der Union. Seit November 2007 ist Stoiber in Brüssel Leiter der EU-Arbeitsgruppe zum Bürokratieabbau.
Stoker, Bram
Abraham “Bram” Stoker (* 8. November 1847 Marino Crescent in Clontarf bei Dublin; † 20. April 1912 in London), war ein irischer Schriftsteller, hauptsächlich bekannt durch seinen Unterhaltungsroman Dracula.
Stolz
S. [von mnd.: stolt = prächtig, stattlich] ist das Gefühl einer großen Zufriedenheit mit sich selbst.
Stolz und Vorurteil
S. u. V. (Originaltitel: Pride and Prejudice) ist der bekannteste Roman der brit. Schriftstellerin Jane Austen. Er erschien 1813. Der Roman ist ein Entwicklungsroman.
Stoma (Botanik)
Durch die Stomata (griech. stoma, Mund) oder Spaltöffnungen erfolgt der Gasaustausch einer Pflanze. Die Stomata werden normalerweise von zwei bohnenförmigen Zellen, den Schließzellen, gebildet, die eine Öffnung, den Spalt, umschließen. Schließzellen befinden sich in der Regel in der unteren Epidermis von Pflanzenblättern, bei Gräsern auf beiden Blattseiten, u. bei Schwimmblattpflanzen nur an der Oberseite.
Stone, Joss
Joss Stone (* 11. April 1987 in Dover; eigentl. Joscelyn Eve Stoker) ist eine brit. Soulsängerin.
Stone, Sharon
Sharon Vonne Stone (* 10. März 1958 in Meadville, Pennsylvania) ist eine US-amerikan. Filmschauspielerin. Sie wurde vor allem berühmt durch den Film “Basic Instinct”.
Stonehenge
S. ist ein in der Jungsteinzeit begründetes u. mindestens bis in die Bronzezeit benutztes Bauwerk in der Nähe von Amesbury in Wiltshire, England, etwa 13 Kilometer nördlich von Salisbury. Es besteht aus einer Grabenanlage, die eine Megalithstruktur umgibt, welche wiederum aus mehreren konzentr. Steinkreisen gebildet wird. Die Entstehung der Anlage lässt sich grob in drei Phasen unterteilen. Die Frühphase der Anlage, mit einem kreisrunden Erdwall u. einem Graben, wird auf etwa 3100 v. Chr. datiert. Die auffällige Megalithstruktur wurde etwa zwischen 2500 v. Chr. u. 2000 v. Chr. errichtet. Die UNESCO erklärte S. im Jahr 1986 zum Weltkulturerbe.
Stone Sour
S. S. (benannt nach einem Cocktail aus Whiskey u. einem Schuss Orangensaft) ist eine US-amerikan. Hardrock-Band.
Storage Area Network
Als S. A. N. (SAN, dt. Speichernetzwerk) bezeichnet man im Bereich der Datenverarbeitung ein Netzwerk zur Anbindung von Festplattensubsystemen u. Tape-Libraries an Server-Systeme.
Störche
Die S. (Ciconiidae) sind eine Familie der Schreitvögel, die mit sechs Gattungen u. 19 Arten in allen Kontinenten außer Antarktika verbreitet ist. Charakteristisch für diese Vögel sind der lange Hals, die langen Beine u. der große, oft langgestreckte Schnabel. Alle S. sind Fleischfresser, die Ernährung variiert aber je nach Art. Der in Europa bekannteste Storch ist der Weißstorch (Ciconia ciconia), andere bekannte Vertreter dieser Gruppe sind beispielsweise die Marabus (Leptoptilos) u. der Nimmersatt (Mycteria ibis).
Störe
Die S. (Acipenser) sind eine Gattung der Unterfamilie (Acipenserinae) der Ordnung Störartige (Acipenseriformes) u. gehören zur Reihe der Knochenfische.
Störkraft
S. war eine 1987/1988 gegr. Rechtsrock-Band. Anfang der 1990er wurde sie durch Medienberichte die wohl bekannteste Band dieses Spektrums. Sie wurde mittlerweile aufgelöst. Veröffentlichte CDs der Band wurden indiziert.
Storm, Theodor
Hans Theodor Woldsen Storm (* 14. September 1817 in Husum; † 4. Juli 1888 in Hanerau-Hademarschen) war ein dt. Jurist u. Schriftsteller, der einerseits als Lyriker u. andererseits als Autor von Novellen u. Prosa des dt. Realismus mit norddt. Prägung bedeutend war. “Pole Poppenspäler”, “Der Schimmelreiter”.
Stormare, Peter
Peter Stormare (* 27. August 1953 in Arbrå, Gemeinde Bollnäs als Peter Ingvar Rolf Storm) ist ein schwed. Schauspieler. Er wirkte u. a. in “Fargo” u. “Minority Report” mit.
Störtebeker, Klaus
Klaus Störtebeker (* um 1360; † möglicherweise 21. Oktober 1401 in Hamburg) war Anführer der Likedeeler (“Gleichteiler”) u. der wohl bekannteste Seeräuber, der aus den Reihen dieser auch als Vitalienbrüder bezeichneten Männer hervorging. Er wurde 1401 von den Hamburgern gefangen genommen u. hingerichtet.
Storyboard
Ein S. ist eine zeichner. Version eines Drehbuchs oder eine Visualisierung eines Konzeptes oder einer Idee.
Stoß (Physik)
Ein S. in der Physik ist eine sehr kurze Wechselwirkung zwischen zwei Teilchen, Körpern oder eine Kombination daraus. Vor u. nach einem S. unterscheiden sich Geschwindigkeit, Impuls u. Energie der einzelnen Stoßpartner. Je nach Art der Energieübertragung unterscheidet man zwischen einem elast. S. u. einem plast. S. (manchmal auch inelastisch oder unelastisch, selten auch anelastisch). Beim elastischen S. wird die kinetische Energie von vor dem S. in rein kinetische Energie umgewandelt. Beim inelastischen S. wird sie auch in innere Energie umgewandelt.
Strack, Günter
Günter Strack (* 4. Juni 1929 in Darmstadt; † 18. Januar 1999 in Münchsteinach) war ein dt. Film-, Theater- u. Fernsehschauspieler. Strack erlangte große Popularität durch Fernsehserien wie “Ein Fall für zwei”.
Stradivari, Antonio
Antonio Giacomo Stradivari (auch latinisiert Antonius Stradivarius, *um 1644 oder, laut neuerer Forschungen, 1648), der Geburtsort ist unbekannt; † 18. Dezember 1737 in Cremona) war ein italien. Geigenbaumeister.
Strafe
Die S. ist eine Sanktion gegenüber einem bestimmten Verhalten, das in der Regel als Unrecht qualifiziert wird. Der Begriff der S. wird insbes. im Bereich der Rechtswissenschaft, jedoch auch in Theologie, Philosophie u. vor allem in den Erziehungswissenschaften abgehandelt.
Strafgesetzbuch (Deutschland)
Das S. (StGB, bei nötiger Abgrenzung auch dStGB) regelt in Deutschland die Kernmaterie des Strafrechts. Während es dazu die Voraussetzungen u. Rechtsfolgen strafbaren Handelns bestimmt, ist das Verfahren zur Durchsetzung seiner Normen, das Strafverfahren, durch ein eigenes Gesetzbuch – die Strafprozessordnung – geregelt.
Strafrecht
Das S. ist ein methodisch selbständiger Teil des öffentl. Rechts, in welchem für schuldhaft begangenes Unrecht teils schwerwiegende staatl. Sanktionen vorgesehen sind. Meist sind für Verbrechen Freiheitsstrafen u. für leichtere Vergehen Geldstrafen vorgesehen. Gesetzlich geregelt ist es im Strafgesetzbuch (StGB) u. in zahlreichen nebenstrafrechtlichen, spezialisierten Bestimmungen (z. B. im Außenwirtschaftsgesetz oder im Arzneimittelgesetz).
Strahlenkrankheit
Die S. tritt nach akuter Bestrahlung des menschl. Organismus durch ionisierende Strahlung wie Röntgen- oder Gammastrahlung auf. In der Vergangenheit wurde sie häufig nach Strahlungsunfällen oder Atombombenexplosionen festgestellt. Zu den akuten Symptomen gehören u. a. Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit sowie innere Blutungen. Spätfolgen sind Krebserkrankungen u. Schädigung des Erbguts.
Strahlensatz
Der S. (man spricht auch vom ersten, zweiten u. dritten S.) oder Vierstreckensatz gehört zu den wichtigsten Aussagen der Elementargeometrie. Er befasst sich mit Streckenverhältnissen u. ermöglicht es bei vielen geometr. Überlegungen, unbekannte Streckenlängen auszurechnen.
Strahlenschutz
Unter S. versteht man den Schutz von Mensch u. Umwelt vor den schädigenden Wirkungen ionisierender u. nicht ionisierender Strahlung (aus natürlichen u. künstl. Strahlenquellen). Der S. ist insbes. wichtig für das Personal kerntechn. Anlagen wie z. B. Kernkraftwerke u. im Bereich der Medizin.
Strahlentherapie
S. (auch Strahlenheilkunde, Radiotherapie, Radioonkologie) ist das medizin. Fachgebiet, das sich mit der medizin. Anwendung von ionisierender Strahlung auf den Menschen u. auf Tiere beschäftigt, um Krankheiten zu heilen oder deren Fortschreiten zu verzögern. Als ionisierende, hochenerget. Strahlen werden vorwiegend Gammastrahlung, Röntgenstrahlung u. Elektronen verwendet. S. umfasst die Behandlung von gut- u. bösartigen Erkrankungen. Sie wird von Fachärzten für Radiologie oder für S. unter Mitwirkung von medizinisch-techn. Assistenten u. spezialisierten Medizinphysikern ausgeübt. Ihre Tätigkeit unterliegt der Strahlenschutzverordnung u. nachgeordneten Normen. In der klin. Praxis werden onkolog. Strahlentherapien von einem interdisziplinären Team aus Fachärzten, Medizinphysik-Experten u. medizinisch-techn. Assistenten durchgeführt. Der eigentl. Therapie geht ein komplexer Planungsprozess voraus. Umfangreiche organisatorische u. techn. Qualitätssicherungsmaßnahmen sorgen dafür, dass Bestrahlungsfehler weitgehend ausgeschlossen werden können. Nach den in Deutschland gültigen Weiterbildungsordnungen umfasst das Gebiet S. auch die medikamentösen u. physikal. Verfahren zur Radiosensibilisierung u. Verstärkung der Strahlenwirkung am Tumor (Radiochemotherapie), unter Berücksichtigung von Schutzmaßnahmen der gesunden Gewebe.
Strahltriebwerk
Strahltriebwerke (auch Düsentriebwerke oder Strahlturbinen) sind Gasturbinen, die vor allem als Triebwerke verwendet werden u. nach dem Prinzip des Rückstoßantriebes arbeiten. Strahltriebwerke saugen die Umgebungsluft an u. stoßen die Verbrennungsprodukte u. zum Teil Luft als Antriebsstrahl wieder aus, wobei durch den Rückstoß eine Schubkraft erzeugt wird. Weil im Unterschied zum Raketentriebwerk der für die Verbrennung notwendige Sauerstoff der angesaugten Luft entnommen wird, spricht man auch von luftatmenden Triebwerken. Das S. ist von herausragender Bedeutung für den kommerziellen Luftverkehr. Der mit Abstand größte Teil der Transportleistung von Flugzeugen wird mit Strahltriebwerken erbracht. Außerhalb der Luftfahrt kommen sie in nur sehr geringem Maße zum Einsatz.
Strahlung
Der Begriff S. bezeichnet in der Physik die Ausbreitung von Teilchen oder Wellen. Im ersten Fall spricht man von Korpuskularstrahlung oder Teilchenstrahlung, im zweiten von Wellenstrahlung.
Straight Edge
S. E. (abgekürzt SE, SxE oder sXe) bezeichnet eine Gegenkultur/Jugendkultur aus dem Bereich des Hardcore Punk. S. E. entstand in den frühen 1980er Jahren in den USA, als eine junge Generation von Punks begann, den selbstzerstörer. Drogenkonsum abzulehnen, der zu dieser Zeit integraler Bestandteil der Punk-Szene war. Zentral für den Straight-Edge-Gedanken sind der Verzicht auf Alkohol, Tabak u. alle weiteren Drogen.
Stralsund
Die Hansestadt S. ist eine kreisfreie Stadt in Mecklenburg-Vorpommern im N Deutschlands. Die Stadt liegt am Strelasund, einer Meerenge der Ostsee, u. wird auf Grund ihrer Lage als Tor zur Insel Rügen bezeichnet. Die Stadt ist zusammen mit Greifswald eines der vier Oberzentren des Landes. Die Altstadt gehört seit 2002 zum UNESCO-Weltkulturerbe mit dem Titel Historische Altstädte S. u. Wismar. – 58288 Ew.
Strand
Ein S. ist ein flacher Küstenstreifen aus Sand oder Geröll. Ein S. aus grobkörnigen bis feinem Sand in unterschiedl. Farben wird als Sandstrand bezeichnet. Meistens sind die Strände bräunlich, weiße Sandstrände sind bes. gefragt. Daneben gibt es auch Strände aus schwarzem (auf Vulkan-Inseln) u. (sehr selten) rosa Sand.
Strapse
S. (vermutlich ursprünglich plural zu Strapp = Strick oder von engl. strap = Bändchen, Halter) sind spezielle Strumpfhalter in Form elast. Bändchen mit einer Spange, die an Dessous zur Befestigung von Feinstrümpfen angebracht sind.
Straßburg
S., französisch amtl. Strasbourg ([strazˈbur], elsäss. Aussprache Schdroosburi) ist die histor. Hptst. des Elsass, einer im NO Frankreichs gelegenen Region. Die Stadt ist Präfektur des Dép. Bas-Rhin (Unterelsass). Die Präfektur verwaltet auch die beiden Arrondissements Strasbourg-Campagne u. Strasbourg-Ville (von 1871 bis 1919 die Kreise Straßburg (Land) u. Straßburg (Stadt)), sie bestehen aus acht bzw. zehn Kantonen. S. ist Kernstadt u. größte Gemeinde im Elsass, in Bas-Rhin u. im Stadtverband S. (CUS) u. zählt etwa 650.000 Ew. im Ballungsraum. S. ist Sitz zahlreicher europ. Einrichtungen: Europarat, Europaparlament, Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, Europäischer Bürgerbeauftragter, Eurokorps u. a. m. u. versteht sich deshalb als “Hauptstadt Europas”. Die mehr als zweitausend Jahre alte Stadt ist weit bekannt für ihre reiche kulturgeschichtl. Prägung. – 272.800 Ew.
Straßburger Münster
Das Liebfrauenmünster (frz. Cathédrale Notre-Dame) in Straßburg ist ein röm.-kath. Gotteshaus u. gehört zu den bedeutendsten Kathedralen der europ. Architekturgeschichte sowie zu den größten Sandsteinbauten der Welt. Wie die Stadt Straßburg im Allg. verbindet auch das Liebfrauen-Münster dt. u. französ. Kultureinflüsse. Das Münster wurde 1176 bis 1439 aus rosa Vogesensandstein an der Stelle eines abgebrannten Vorgängerbaus aus den Jahren 1015 bis 1028 errichtet, der seinerseits ein 1007 abgebranntes Gotteshaus aus karoling. Zeit ersetzte. Das neue Gebäude entstand zunächst im romanischen, dann im gotischen Stil. Von 1625 bis 1874 war das Münster mit seinem 142 Meter hohen Nordturm das höchste Bauwerk der Menschheit.
Straße
Eine S. ist ein begeh- u. befahrbarer, meist befestigter u. klassifizierter Landverkehrsweg, der von Fußgängern u. verschiedenen Fahrzeugen benutzt wird, die glatte Oberflächen befahren. Die ersten befestigten Straßen in Mitteleuropa bauten die Römer.
Straßenbahn
Die S. ist ein schienengebundenes, fast immer elektrisch betriebenes Transportmittel im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV, Stadtverkehr einschl. Vorortverkehr), welches den speziellen Bedingungen des Straßenverkehrs angepasst ist. Andere Bez. sind: Elektrische, die Trambahn (engl.: tramway), das Tram (v. a. gebräuchlich in der Schweiz), die Tram (restlicher dt. Sprachraum), Trolley (am. engl. Bez.) u. auch – z. T. umgangssprachlich – Bim. In Deutschland wird die S. oft mit Strab oder Straba abgekürzt. Sie fuhr ursprünglich als innerstädt. Verkehrsmittel auf in der Straße verlegten Gleisen, wurde aber in verschiedener Weise weiterentwickelt.
Straßenbahn Straßburg
Straßburg (amtl. Strasbourg) ist ein herausragendes Beispiel für die Renaissance der Straßenbahn seit den letzten Jahren des 20. Jh. Nach einem langwierigen kommunalpolit. Entscheidungsprozess verband die größte Stadt im Elsass 1994 die Wiedereinführung der Tram mit einer Neugestaltung der Stadt. Mittlerweile verkehren fünf Straßenbahnlinien auf ein Streckennetz von 33 Kilometer Länge. Schon von 1894 bis 1960 verkehrte in Straßburg eine Straßenbahn, die aus der 1878 eröffneten Pferdebahn entstanden war. Neben einem umfangreichen städt. Netz bestanden mehrere Überlandstrecken. Der Niedergang dieses Straßenbahnbetriebes fing in den 1930er Jahren an u. endete 1960 mit der Stilllegung der letzten Strecken.
Straßenprostitution
Unter S., Straßen- oder Autostrich versteht man eine Form der Prostitution, bei der Prostituierte am Straßenrand warten, um im Auto vorbeifahrenden, teils auch zu Fuß vorbeikommenden Freiern ihre sexuellen Dienste anzubieten.
Straßenverkehrs-Ordnung (Deutschland)
Die S. (StVO) der BR Deutschland ist eine Rechtsverordnung, die aufgrund von § 6 Abs. 1 des Straßenverkehrsgesetzes (vom 16. November 1970; BGBl. I 1970, S. 1565) im Aufgabenbereich des Bundes-Min. für Verkehr erlassen wurde. Nach der S. werden die Regeln für sämtl. Teilnehmer am Straßenverkehr klassifiziert. Leitgedanke ist das gegenseitige Rücksichtsnahmegebot (§ 1 StVO). Die S. bildet zusammen mit der Fahrerlaubnisverordnung (FeV), der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV), dem Straßenverkehrsgesetz (StVG), der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) sowie der Verordnung über internationalen Kraftfahrzeugverkehr (IntKfzV) weitestgehend das Straßenverkehrsrecht ab.
Straße von Gibraltar
Die S. v. G. ist eine Meerenge, die das Mittelmeer mit dem Atlantik verbindet. Eingefasst wird sie im N von Spanien u. der brit. Kronkolonie Gibraltar, im S von Marokko u. der span. Exklave Ceuta. Sowohl Gibraltar wie auch Ceuta, in der Antike als “Säulen des Herakles” bezeichnet, sind wichtige Hafenstädte. Die S. v. G. ist 14 bis 44 km breit u. etwa 60 km lang. Sie erreicht eine Tiefe von 300 m bis 900 m unter dem Meeresspiegel. Die S. v. G. ist eine der meistbefahrenen Wasserstraßen der Welt, die täglich von ca. 300 Handelsschiffen durchfahren wird.
Strategie
Eine S. ist ein längerfristig ausgerichtetes planvolles Anstreben einer vorteilhaften Lage oder eines Ziels. Sowohl S. als auch der Schwesterbegriff Strategem stammen aus dem Griechischen u. bedeuteten dort ursprünglich Heeresführung (griechisch, Στρατηγική, στρατός = Heer, άγω = ich führe). Ein Stratege war im antiken Griechenland ein gewählter Heerführer.
Strategie (Wirtschaft)
Unter S. werden in der Wirtschaft klassisch die (meist langfristig) geplanten Verhaltensweisen der Unternehmen zur Erreichung ihrer Ziele verstanden. In diesem Sinne zeigt die Unternehmensstrategie in der Unternehmensführung, auf welche Art ein mittelfristiges (ca. 2–4 Jahre) oder langfristiges (ca. 4–8 Jahre) Unternehmensziel erreicht werden soll. Im Zusammenhang mit der Unternehmensstrategie wird oft von den vorgeordneten Konzepten der Vision u. des Leitbilds gesprochen. Als nachgeordnet werden Teilstrategien (z. B. Marketingstrategie, Finanzierungsstrategie etc.) u. die taktische (mittelfristige) sowie die operationale (kurzfristige) Ebene angesehen.
Strategisches Management
Als S. M. bezeichnet man den Zweig der Betriebswirtschaftslehre, der sich mit der Entwicklung, Planung u. Umsetzung inhaltl. Ziele u. Ausrichtungen von Organisationen beschäftigt. Die Zeithorizonte im strateg. Management umfassen in der Regel zwei bis fünf Jahre, wobei strategisch nicht mit längerfristig gleichzusetzen ist, strateg. Pläne aber meistens einen längerfristigen Zeithorizont haben. Aufgrund der starken Überschneidung des Themas mit Fragen der Produktpolitik des Marketing u. der Bedeutung für die Stakeholder des Unternehmens korrespondiert das strateg. Management stark mit dem Begriff der Unternehmensführung.
Stratmann, Cordula
Cordula Stratmann (* 1963 in Düsseldorf) ist eine dt. Komödiantin. Wurde bekannt als “Annemie Hülchrat” in der Unterhaltungssendung Zimmer frei!.
Straubing
S. ist eine kreisfreie Stadt im Reg.-Bez. Niederbayern in Ostbayern. Sie ist eines von vier niederbayer. Oberzentren u. Verwaltungssitz der Planungsregion Donau-Wald. Die Mittelstadt ist Sitz des Landratsamtes Straubing-Bogen u. die größte Stadt im Gäuboden. – 44633 Ew.
Strauß, Franz Josef
Franz Josef Strauß (* 6. September 1915 in München; † 3. Oktober 1988 in Regensburg) war ein dt. Politiker (CSU). Strauß war von 1953 bis 1955 Bundes-Min. für bes. Aufgaben, von 1955 bis 1956 Bundes-Min. für Atomfragen, von 1956 bis 1962 Bundes-Min. der Verteidigung u. von 1966 bis 1969 Bundes-Min. der Finanzen. Von 1978 bis zu seinem Tode 1988 amtierte er als Min.-Präs. des Freistaates Bayern. Bei der Bundestagswahl 1980 trat Strauß für die Unionsparteien als Herausforderer von Bundeskanzler Schmidt (SPD) an. Des Weiteren war Strauß einer der Hauptverantwortlichen für die Gründung von Airbus.
Strauß, Johann
Johann Baptist Strauß (Sohn) (* 25. Oktober 1825 in St. Ulrich bei Wien, heute ein Teil von Wien-Neubau; † 3. Juni 1899 in Wien) war ein österr. Kapellmeister u. Komponist. Strauß wurde 1863 zum Hofball-Musikdirektor ernannt u. wurde bekannt als “Walzerkönig”. Er komponierte Operetten (Die Fledermaus, Der Zigeunerbaron, Eine Nacht in Venedig), Walzer (u a. An der schönen blauen Donau, G'schichten aus dem Wiener Wald, Kaiserwalzer), Polkas u. Quadrillen.
Strauß, Johann Baptist
Johann Baptist Strauß (eigentl. Strauss, Vater) (* 14. März 1804 in Wien-Leopoldstadt; † 25. September 1849 in Wien) war ein österr. Komponist u. Kapellmeister. Er wurde Hofballdirektor in Wien, schrieb Walzer, Quadrillen, Polkas u. Märsche. Sein bekanntestes Werk ist der “Radetzkymarsch”.
Strauss, Levi
Levi Strauss (* 26. Februar 1829 in Buttenheim; † 26. September 1902 in San Francisco; eigentl. Löb Strauß) war ein deutsch-amerikan. Industrieller u. der Erfinder der Jeans.
Strauss, Richard
Richard Georg Strauss (* 11. Juni 1864 in München; † 8. September 1949 in Garmisch-Partenkirchen) war ein deutscher Komponist der Spät- bzw. Nachromantik, der vor allem für seine erzählende Musik u. seine Opern bekannt wurde; Strauss war außerdem ein bedeutender Dirigent. Strauss war Kapellmeister in München, Weimar u. Berlin; unterstützte die Gründung der Festspiele in Salzburg. Er gehörte zu den bed. Opernkomponisten des 20. Jhs. u. schrieb u. a. “Ariadne auf Naxos”, “Arabella”, “Rosenkavalier”; schuf auch sinfon. Werke, darunter “Don Juan” u. “Till Eulenspiegels lustige Streiche”.
Strawinski, Igor Fjodorowitsch
Igor Fjodorowitsch Strawinski (Игорь Фёдорович Стравинский, frz. Transkription Igor Stravinski, engl. Transkription Igor Stravinsky; * 17. Juni 1882 in Oranienbaum, Russland; † 6. April 1971 in New York City) war ein russischer Komponist u. einer der bedeutendsten Vertreter der “Neuen Musik”. Schuf zunächst folklorist. inspirierte Werke (“Le Sacre du Printems”), gefolgt von einer neoklassizist. Periode ab 1919 (“Pulcinella”); seit den 1950er Jahren Hinwendung zu serieller u. Zwölftonmusik (“Elegy for J. F. K.”); verwendete auch Jazz-Elemente (“Die Geschichte vom Soldaten”); schrieb Opern, Orchesterwerke u. Kammermusik.
Streaming-Media
S. ist der Oberbegriff für Streaming-Audio u. Streaming-Video (auch bekannt als Web-Radio u. Web-TV) u. bezeichnet aus einem Rechnernetz empfangene u. gleichzeitig wiedergegebene Audio- u. Videodaten. Den Vorgang der Übertragung selbst nennt man Streaming u. gestreamte Programme werden als Livestream bezeichnet.
Streaming-Server
Als S. bezeichnet man einen dedizierten Server für die Auslieferung von Streaming-Media-Daten über ein Netzwerk. Typische S. unterstützen spezielle Streaming-Protokolle wie RTP, RTCP u. RSVP.
Streamripper
S. ist eine plattformunabhängige Software zum Abspeichern (Szenebegriff: Rippen) von SHOUTcast- u. Icecast-Internetradiosendungen. Das Projekt wird Open Source entwickelt u. unter der GNU General Public License veröffentlicht.
Streckbank (Folter)
Die S. (auch Folterbank) ist ein Folterinstrument. Sie gehörte zur peinl. Befragung u. galt als ein Mittel zur Wahrheitsfindung der Rechtsprechung. Die S. war in Europa vom MA bis zum beginnenden 19. Jh. im Gebrauch. In deutschsprachigen Gebieten war mit dem Begriff “Folter” meistens die Folterbank gemeint.
Streep, Meryl
Mary Louise “Meryl” Streep (* 22. Juni 1949 in Summit, New Jersey, USA) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Streep ist eine bekannte Charakterdarstellerin. “Jenseits von Afrika”, “The Hours”.
Streicher, Julius
Julius Streicher (* 12. Februar 1885 in Fleinhausen bei Augsburg; † 16. Oktober 1946 in Nürnberg, hingerichtet) war ein nat.-soz. Politiker u. Hrsg. der antisemit. Wochenzeitung “Der Stürmer”. Streicher gehörte zu den 24 im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof angeklagten Personen u. wurde am 1. Oktober 1946 zum Tod verurteilt.
Streichholz
Ein S. oder Zündholz ist ein Holzstäbchen zum Anfachen eines Feuers. Durch Reiben des Zündkopfes an einer Reibefläche entzündet sich dieser u. bringt damit das Holzstäbchen zum Brennen. Die ersten praktisch einsetzbaren Streichhölzer kamen Anfang des 19. Jh. auf den Markt. In der Anfangsphase enthielten sie toxische Stoffe wie weißen Phosphor oder Bleiverbindungen. Sicherheitszündhölzer gibt es seit ca. 1850.
Streichinstrument
Die Streichinstrumente sind Musikinstrumente, bei denen die Hand, ein Stab, Streichbogen oder Streichrad die Schwingungen im Darüberstreichen durch Ruckgleiten, den Stick-Slip-Effekt, verursacht. Die meisten Streichinstrumente gehören zu den Saiteninstrumenten.
Streif
Die S. zählt zu den schwierigsten u. gefährlichsten Skirennstrecken der Welt, vor allem die Abfahrt gilt als eines der anspruchsvollsten Skirennen überhaupt. Sie beginnt in einer Höhe von 1665 m am Hahnenkamm u. endet nach 3312 m Streckenlänge in einer Höhe von 805 m oberhalb der österr. Stadt Kitzbühel. Auf der S. werden die Disziplinen Super-G u. Abfahrt ausgetragen, wobei der Super-G verkürzt gefahren wird.
Streifenhörnchen
Die S., Backenhörnchen oder Chipmunks (Tamias) sind eine Gattung der Hörnchen (Sciuridae) innerhalb der Nagetiere. 25 Arten fallen unter diesen Namen, die meisten sind in Nordamerika heimisch, u. nur eine Art in Eurasien, das Asiatische S., der Burunduk (Tamias sibiricus).
Streik
Ein S. (zu engl.: strike = Schlag, Streich) ist eine kollektive Arbeitsniederlegung (Verweigerung) mit dem Ziel, den im Rahmen eines Arbeitskampfes erhobenen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Es werden verschiedene Streikformen unterschieden, u. a. der von den Gewerkschaften geführte organisierte S. u. der ohne den Willen der Gewerkschaften geführte wilde S. Im Grundgesetz ist das Streikrecht nicht ausdrücklich verfassungsrechtl. festgeschrieben. Auf Umwegen wird dem Art 9. Abs. 3 eine Garantie des Streikrechts entnommen. Arbeitgeber können mit Aussperrung antworten.
Streisand, Barbra
Barbra Streisand (* 24. April 1942 in Brooklyn, New York; eigentl. Barbara Joan Streisand) ist eine US-amerikan. Schauspielerin, Sängerin, Filmregisseurin, Produzentin, Drehbuchautorin, Songschreiberin u. Komponistin. Filme u. a.: “Is' was Doc?”, “Yentl”, “Herr der Gezeiten”.
Streitkräfte der Vereinigten Staaten
Die S. d. V. S. (auf engl. offiziell: United States Armed Forces, inoffiziell meist US military) sind das in Bezug auf die höchste Personalstärke zweitgrößte Militär der Welt (nach der chines. Volksbefreiungsarmee). Sie gliedern sich in fünf hierarchisch aufgebaute Teilstreitkräfte u. stellen eine feste Größe der US-amerikan. Außenpolitik dar. Die Streitkräfte der USA bestehen aus etwa 1,37 Millionen Aktiven u. knapp 860.000 Reservisten, mit allen Abteilungen der Reserve ergab sich im Haushaltsjahr 2004 eine Stärke von knapp 2,58 Millionen Mann. Zusätzlich verfügen sie über etwa 667.000 zivile Mitarbeiter. Oberbefehlshaber ist der Präsident der Vereinigten Staaten, während die zwei Kammern im Kongress die demokrat. Kontrolle ausüben. Die älteste Teilstreitkraft ist das Heer, welches 1775 gegr. wurde, die jüngsten sind die Luftstreitkräfte von 1947. Die Schlagkraft der Streitkräfte der USA fußt auf dem größten Militärbudget der Welt, aus dem die größten Anteile in Aufklärung, Information, Ausrüstung u. Technologie fließen. Entwicklungen im Militär der USA sind für die Partner in der NATO, deren führendes Mitglied die Vereinigten Staaten sind, u. andere Verbündete wegweisend.
Streptokokken
Die S. (Streptococcus) sind kokkale (rundliche), grampositive u. aerotolerante Bakterien, die sich bevorzugt in Ketten anordnen. Sie sind etwa 0,5 bis 1 µm groß u. gehören der normalen Bakteriengesellschaft an, die in u. am Menschen siedelt, können aber auch schwere Erkrankungen verursachen.
Stresemann, Gustav
Gustav Stresemann (* 10. Mai 1878 in Berlin; † 3. Oktober 1929 in Berlin) war ein dt. Politiker (DVP), Reichskanzler sowie Außen-Min. in der Zeit der Weimarer Republik u. Friedensnobelpreisträger (1926). Er schuf durch die Annahme des Dawes-Plan u. den Abschluss des Locarno-Vertrags die Grundlagen seiner Verständigungspolitik, deren Höhepunkt Deutschlands Eintritt in den Völkerbund war.
Stress
S. (engl.: Druck, Anspannung; lat.: stringere: anspannen) bezeichnet zum einen durch spezifische äußere Reize (Stressoren) hervorgerufene psychische u. physiolog. Reaktionen bei Tieren u. Menschen, die zur Bewältigung bes. Anforderungen befähigen, u. zum anderen die dadurch entstehende körperliche u. geistige Belastung. 1936 hatte der Mediziner Hans Selye den Begriff aus der Physik entlehnt, um die “unspezifische Reaktion des Körpers auf jegliche Anforderung” zu benennen.