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Tonsillektomie
T. bezeichnet die vollständige chirurg. Entfernung der Gaumenmandeln (Tonsilla palatina). Die T. erfolgt in Deutschland meist stationär mit einem Klinikaufenthalt von fünf bis acht Tagen. Üblicherweise wird der Eingriff unter Vollnarkose vorgenommen. Die Operation selbst dauert rd. 20–30 Minuten.
Tonsillitis
Als T. oder Mandelentzündung bezeichnet man eine schmerzhafte Entzündung der Tonsillen. In der Praxis ist der Begriff für die Entzündung der Gaumenmandeln reserviert. Die Erkrankung ist ansteckend u. kann durch Tröpfcheninfektion übertragen werden.
Ton Steine Scherben
T. S. S. (oft auch kurz “Die Scherben” genannt) war eine der ersten u. einflussreichsten dt. Rockgruppen der 1970er- u. frühen 1980er-Jahre, die vor allem sozialkritische deutschsprachige Texte verwandten. Mit den ausdrucksvollen emotional-politisch motivierten Liedern ihres Sängers u. Frontmanns Rio Reiser wurde diese Gruppe zu einem musikal. Sprachrohr des linksalternativen Spektrums.
Tony D
Tony D aka Tony Damager (* 19. Februar 1983 als Muhamed Ayad in Berlin) ist ein deutsch-libanes. Rapper.
Tool (Band)
T. ist eine US-amerikan. Progressive-Metal- bzw. Alternative-Metal-Band aus Los Angeles. Derzeitige Mitglieder sind Sänger Maynard James Keenan, Gitarrist Adam Jones, Bassist Justin Chancellor u. Schlagzeuger Danny Carey.
Toothing
T. ist eine fiktive Form von Blind Date mit anonymem Sex, bei der Unbekannte – so genannte Toother – an Orten mit vielen Menschen, beispielsweise im Zug oder an Konferenzen, über bluetoothtaugliche Mobiltelefone Kontakt aufnehmen u. mit mehrdeutigen Nachrichten ein Treffen für schnellen Sex vereinbaren, häufig auf einer Toilette. T. findet nicht in der Realität statt, sondern bezeichnet einen im Internet publizierten Scherz (Hoax).
Topas
T., auch Schneckenstein, Schneckentopas, Pyknit (veraltet) oder Sächsischer Diamant genannt, ist ein relativ häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Silikate u. Germanate sowie der Gruppe der Inselsilikate mit tetraederfremden Anionen (Neso-Subsilikate). T. ist in reiner Form ein wertvoller Schmuckstein.
Top-down und Bottom-up
Als T. (engl., etwa “von oben nach unten”) u. B. (engl., etwa “von unten nach oben”) werden zwei entgegengesetzte Vorgehensweisen bezeichnet, die in verschiedenen Sinnzusammenhängen verwendet werden. Grundsätzlich wird damit eine von zwei komplementären Herangehensweisen an Problemstellungen bezeichnet, die entweder von allg. Ansätzen auf spezielle Lösungen kommt (top down) oder umgekehrt.
Top Gun (Film)
T. G. ist ein Spielfilm aus dem Jahre 1986. In der Hauptrolle spielt Tom Cruise einen US-amerikan. Navy-Kampfjetpiloten. Der von Jerry Bruckheimer produzierte Film spielte weltweit an den Kinokassen 344 Millionen US-Dollar ein. Die Herstellung des Films wurde vom US-amerikan. Verteidigungsministerium finanziell unterstützt.
Topinambur
T. (Helianthus tuberosus), gelegentlich auch Erdbirne oder Erdapfel (in Südbaden auch Ross-Erdapfel genannt, weil ihre Knollen an Pferde verfüttert wurden), ist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) u. zählt zur selben Gattung wie die Sonnenblume (Helianthus annuus). Ebenso wie die Sonnenblume hat sie große Blätter u. (allerdings kleine) kräftig-gelbe Blüten. Die essbare violette Knolle hat einen süßlichen Geschmack u. wird wie die Kartoffel verwendet.
Top-Level-Domain
Jeder Name einer Domain im Internet besteht aus einer Folge von durch Punkte getrennten Zeichen. Die Bez. T. (vom englischen top level domain, übersetzt Bereich oberster Ebene; Abk. TLD) bezeichnet dabei den letzten Namen dieser Folge u. stellt die höchste Ebene der Namensauflösung dar. Ist der vollständige Domain-Name eines Rechners bzw. einer Website beispielsweise de.wikipedia.org, so entspricht das rechte Glied (org) der T. dieses Namens.
Topografie (Kartografie)
Die T. oder Topographie (von griechisch τόπος, tópos, “Ort”, u. γραϕειν, grafeïn, “zeichnen, beschreiben”) ist das Teilgebiet der Kartografie, das sich mit der Vermessung, Darstellung u. Beschreibung der Erdoberfläche u. der mit dieser fest verbundenen natürlichen u. künstl. Objekte befasst. Sie wird von Topografen u./oder Vermessungsingenieure vorgenommen u. ihre Ergebnisse werden in topograf. Karten, kartograf. Reliefen bzw. digitalen Landschaftsmodellen dargestellt.
Topografische Karte
Die T. K. (auch topograph. Karte, bes. bei Behörden in Deutschland) ist eine groß- bis mittelmaßstäbige Karte, in der die sichtbaren Gegenstände u. Sachverhalte der Erdoberfläche, insbes. die Geländeformen, entspr. dem Maßstab lagerichtig u. vollständig durch ein System kartograf. Zeichen (Signaturen) wiedergegeben werden.
Topologie (Mathematik)
Die T. (von griech.: τόπoς “Ort, Platz” u. λόgoς “Lehre, Wissen, Wort”) oder Analysis situs, wie sie früher meistens genannt wurde, ist ein Teilgebiet der Mathematik. Sie ist im Wesentlichen eine Schöpfung des 20. Jh. u. trotzdem bereits seit Jahrzehnten als Grundlagenfach anerkannt. Insofern hat sie (zusammen unter anderem mit der linearen Algebra u. der Maßtheorie) das Erbe der Geometrie angetreten. Gegenstände der T. sind in umfassender Weise die topologischen Räume u. deren charakteristische topologische Strukturen.
Topologie (Rechnernetz)
Die T. bezeichnet bei einem Computernetz die Struktur der Verbindungen mehrerer Geräte untereinander, um einen gemeinsamen Datenaustausch zu gewährleisten.
Tor (Netzwerk)
T. ist ein Netzwerk zur Anonymisierung von Verbindungsdaten. Es wird für TCP-Verbindungen eingesetzt u. kann zum Web-Browsing, Instant Messaging, IRC, SSH, E-Mail, P2P u. anderem benutzt werden. T. schützt die Nutzer vor der Analyse ihres Datenverkehrs.
Tora
T. (hebr.; etymologisch hebr.: jarah = unterweisen (kausativ); andere Schreibweisen: Torah, Thora; jidd. Tojre) bedeutet Lehre, Belehrung, Unterricht, Anweisung, Gesetz. Die T. ist zugleich der erste u. wichtigste Hauptteil der hebrä. Bibel. Darin sind insges. 613 Gebote enthalten. Sie umfasst die fünf Bücher Mose, die bei den Griechen der Antike Pentateuch genannt werden. Diese bilden auch im AT des Christentums den ersten Hauptteil, der mit Gottes Offenbarung an die Erzväter u. Israel grundlegende Glaubensinhalte enthält, auf die sich nach der bibl. Überlieferung auch Jesus von Nazareth in seinen Lehren bezog. An die geoffenbarten Gebote der T. hat sich im Judentum eine lange Tradition ihrer mündl. Deutung, Präzisierung, Abwägung u. Ergänzung angeschlossen: Diese ist seit 70 n. Chr. in der Mischna u. im Talmud gesammelt u. für Juden verbindlich tradiert worden. Die wichtigsten Gebote der T. sind in dieser rabbinischen ebenso wie in der urchristl. Tradition die Zehn Gebote u. das Gebot der Nächstenliebe.
Torf
T. ist ein organ. Sediment, das in Mooren entsteht. Im getrockneten Zustand ist er brennbar. Er bildet sich aus der Ansammlung nicht oder nur unvollständig zersetzter pflanzl. Substanz u. stellt die erste Stufe der Inkohlung dar. T. besitzt eine große wirtschaftl. Bedeutung u. wird deshalb an zahlreichen Stellen abgebaut.
Tornado
Ein T. (spanisch tornar “umkehren, wenden”, Partizip tornado; tornear “wirbeln, drechseln”), auch Großtrombe, Wind- oder Wasserhose, in den USA umgangssprachlich auch Twister genannt, ist ein kleinräumiger Luftwirbel in der Erdatmosphäre, der eine annähernd senkrechte Drehachse aufweist u. im Zusammenhang mit konvektiver Bewölkung (Cumulus u. Cumulonimbus) steht, was auch dessen Unterschied zu Kleintromben (Staubteufeln) ausmacht. Der Wirbel erstreckt sich hierbei durchgehend vom Boden bis zur Wolkenuntergrenze. Diese Definition geht auf Alfred Wegener (1917) zurück u. ist in dieser Form heute noch allg. anerkannt. Die Begriffe Wind- u. Wasserhose (engl.: Waterspout) bezeichnen im dt. Sprachraum eine Großtrombe (T. i. w. S.) über Land bzw. größeren Wasserflächen (Meer, große Binnenseen). Windhose ist dabei ein Synonym für einen T. i. e. S., also über Land.
Toro, Benicio del
Benicio del Toro (* 19. Februar 1967 in Santurce) ist ein puerto-rican. Schauspieler. Für seine Rolle des Javier Rodríguez in Steven Soderberghs Traffic – Macht des Kartells erhielt er 2001 einen Oscar als Bester Nebendarsteller.
Toronto
T. ist mit 2,5 Millionen Ew. die größte Stadt Kanadas u. Hptst. der Provinz Ontario. T. liegt im Golden Horseshoe (Goldenes Hufeisen), einer dicht bevölkerten Region, die sich halbkreisförmig um das westl. Ende des Ontariosees bis nach Niagara Falls erstreckt. Die Stadt liegt am nordwestl. Ufer des Ontariosees. Durch die Eingemeindung einer Reihe von Vorstädten, die mit T. verschmolzen waren (Etobicoke, Scarborough, East York u. North York), erfuhr T. kürzlich administrativ eine mehrfache Vergrößerung. Das Zentrum mit dem Einkaufs- u. Bankendistrikt befindet sich in der Nähe des Sees. T. ist Kanadas Wirtschaftszentrum u. einer der führenden Finanzplätze weltweit. Die Börse in T. zählt zu den größten sieben weltweit.
Torpedo
Der moderne T. ist eine Unterwasserwaffe mit eigenem Antrieb u. einer Sprengladung. Er zündet bei Kontakt oder bei Annäherung an ein Ziel. Der T. ist vor allem als Hauptwaffe von U-Booten bekannt, kann jedoch auch von Überwasserschiffen, Flugzeugen u. Hubschraubern aus eingesetzt werden. Torpedos werden nach ihrem Durchmesser entweder in der engl. Maßeinheit Zoll (") oder in Zentimetern (cm) klassifiziert. Dabei sind Größen von 17–22,5 " (ca. 43–57 cm) verbreitet. Länge u. Gewicht der Torpedos variieren sehr stark, betragen aber immer mehrere Meter Länge u. selten weniger als eine Tonne Gewicht.
Torr
Das T. (Einheitenzeichen: T.) oder die Millimeter-Quecksilbersäule (Einheitenzeichen: mmHg) ist eine nicht SI-konforme Einheit des Drucks. Verwendet wurde sie im Rahmen von CGS-Einheitensystemen. Ein T. ist der statische Druck, der von einer Quecksilbersäule von 1 mm Höhe erzeugt wird.
Torres, Fernando
Fernando José Torres Sanz (* 20. März 1984 in Madrid) ist ein span. Fußballspieler. El Niño (Das Kind), so sein Spitzname, gilt als einer der Top-Stürmer Spaniens.
µTorrent
µTorrent (engl. utorrent “Youtorrent”, neugriech. mitorrent “Mitorrent”, dt. mytorrent “Mütorrent”) ist ein kleiner (< 300 Kb) Freeware-Closed-Source-BitTorrent-Client für Microsoft Windows, der auf geringe CPU- u. RAM-Belastung (üblicherweise < 12 Mb) ausgelegt ist u. in C++ geschrieben wurde.
Tortilla (Mexiko)
Eine T. [torˈtiλa], auf Nahuatl Tlaxcalli, ist ein mexikan. Mehl-Fladen u. für viele Mexikaner ein Symbol ihrer nationalen Identität.
Torus
Ein T. (Plural: Tori) ist ein geometr. Gebilde, das wulstartig aufgebaut ist u. mit der Form eines Schwimmreifens oder Donuts verglichen werden kann.
Torvalds, Linus Benedict
Linus Benedict Torvalds (* 28. Dezember 1969 in Helsinki, Finnland) ist Initiator des freien Kernels (Betriebssystemkerns) Linux, dessen Entwicklung er bis heute koordiniert.
Torx
T. (von engl. Torque Drehmoment) ist die Markenbezeichnung für ein Schrauben-Mitnahmeprofil in Vielrundform. Es gilt als eine Weiterentwicklung von Kreuzschlitzschraube (Phillips, Pozidriv) u. Innensechskant (Inbus) als Werkzeugaufnahme, z. B. in Senkkopfschrauben.
Tosa Inu
Der T. I. ist eine von der FCI (Nr.260, Gr.2, Sek.2.1) anerkannte japan. Hunderasse. Der T. I. wurde zum Zwecke des Kampfes gezüchtet, wobei es sich um unblutige Kämpfe in Form von Ringkämpfen handelte. Der T. I. soll nach Rassestandard mind. 60 cm groß sein bei passendem Gewicht. Sein kraftvoller, muskulöser Körper soll elegant wirken. Er ist mutig u. zeigt sich niemals unterwürfig, sein Fellkleid ist kurz u. rot, schwarz, falb o. Ä.
Tosca
T. ist eine Oper in drei Akten von Giacomo Puccini nach einem Drama von Victorien Sardou. Die Uraufführung war am 14. Januar 1900 in Rom. Die dt. Uraufführung am Deutschen Opernhaus in Berlin dirigierte Ignatz Waghalter. Das Libretto schrieben Giuseppe Giacosa u. Luigi Illica.
Toskana
Die T. (italien. Toscana) ist eine Region in Italien u. grenzt im N an Ligurien u. die Emilia-Romagna, im O an die Marken u. an Umbrien u. im S an Latium. Die Bez. leitet sich vom in der Antike dort ansässigen Volk der Etrusker her.
TOSLINK
T. ist ein standardisiertes Lichtwellenleiter-Verbindungssystem für optische Signal-Übertragungen im Bereich bis etwa 20 Mb/s. Weite Verbreitung hat es durch die Benutzung in Consumer-Digital-Audio-Produkten gefunden, wo es für die Übertragung digitaler Audiosignale zwischen Komponenten wie MiniDisc- u. CD-Spieler benutzt wird.
Total Cost of Ownership
T. C. o. O. (TCO) ist ein Abrechnungsverfahren, das 1987 durch Bill Kirwin, Research-Director der Unternehmensberatung Gartner, im Auftrag von Microsoft entwickelt wurde. Der Ansatz dient dazu, Verbrauchern u. Unternehmen dabei zu helfen, alle anfallenden Kosten von Investitionsgütern (insbes. in der IT) wie beispielsweise Software u. Hardware abzuschätzen. Die Idee dabei ist, eine Abrechnung zu erhalten, die nicht nur die Anschaffungskosten enthält, sondern alle Aspekte der späteren Nutzung (Energiekosten, Reparatur u. Wartung) der betr. Komponenten. Somit können bekannte Kostentreiber oder auch versteckte Kosten möglicherweise bereits im Vorfeld einer Investitionsentscheidung identifiziert werden. Wichtigste Grundlage für das weitere Verständnis der TCO ist die Unterscheidung zwischen direkten u. indirekten Kosten.
Totaler Krieg
T. K. ist ein aus dem Nationalsozialismus stammender Ausdruck, der von Joseph Goebbels am 18. Februar 1943 während seiner Rede im Berliner Sportpalast gebraucht wurde. Der Begriff des totalen Krieges wurde zuerst 1935 von Erich Ludendorff geprägt. Er bezeichnet bei ihm den Vorrang des Krieges vor der Politik. In der von den Nationalsozialisten verwendeten Bedeutung ist der “totale Krieg” eine Kriegsführung, in deren Verlauf alle verfügbaren Ressourcen genutzt werden. Im totalen Krieg wird die Unterscheidung zwischen Heimat u. Front aufgehoben (Heimatfront). Die gesamten Produktionsmittel u. die gesamte Arbeitskraft der Zivilbevölkerung werden ein Bestandteil des Kriegsapparates.
Totalitarismus
T. bezeichnet in der Politikwissenschaft eine diktator. Form von Herrschaft, die, im Unterschied zu einer autoritären Diktatur, in alle sozialen Verhältnisse hineinzuwirken strebt, oft verbunden mit dem Anspruch, einen “neuen Menschen” gemäß einer bestimmten Ideologie zu formen. Während eine autoritäre Diktatur den Status quo aufrechtzuerhalten sucht, fordert eine totalitäre Diktatur von den Beherrschten eine äußerst aktive Beteiligung am Staatsleben sowie dessen Weiterentwicklung in eine Richtung, die durch die jeweilige Ideologie angewiesen wird. Typisch sind somit die dauerhafte Mobilisierung in Massenorganisationen u. die Ausgrenzung bis hin zur moralischen u. phys. Vernichtung derer, die sich den totalen Herrschaftsansprüchen tatsächlich oder möglicherweise widersetzen.
Total Nonstop Action Wrestling
T. N. A. W. (TNA) ist eine US-amerikan. Wrestling-Liga, die von Jeff Jarrett u. seinem Vater Jerry Jarrett im Mai 2002 gegr. wurde u. jetzt im Besitz von Panda Energy International ist. Der wichtigste Titel der Promotion ist der TNA World Heavyweight Championship, der momentan von Samoa Joe gehalten wird.
Total Quality Management
T. Q. M. (TQM), bisweilen auch Umfassendes Qualitätsmanagement , bezeichnet die durchgängige, fortwährende u. alle Bereiche einer Organisation (Unternehmen, Institution etc.) erfassende aufzeichnende, sichtende, organisierende u. kontrollierende Tätigkeit, die dazu dient, Qualität als Systemziel einzuführen u. dauerhaft zu garantieren. TQM wurde in den 1960er Jahren von japan. Unternehmen eingeführt u. weiterentwickelt, seit den 1980er Jahren ist es auch in den USA u. Europa verbreitet. Eckpunkte u. Methoden des TQM sind u. a. Ausrichtung an den Kundenwünschen als Maßstab für die Qualität, besondere Verpflichtung des Top Managements zur Führung (Motivation der Mitarbeiter, Festlegung der Qualitätsstrategie), Integration aller Mitarbeiter aller Hierarchieebenen, intensive Kommunikation u. Information über Arbeitsabläufe. Siehe auch: Kaizen
Totalreflexion
Die T. ist ein optisches Phänomen, bei dem elektromagnetische Strahlung an der Grenzfläche zweier Medien nicht gebrochen, sondern vollständig reflektiert wird.
Total War
T. W. (dt.: Totaler Krieg) ist eine Reihe von Computerspielen, welche erstmals rundenbasierte Globalstrategie mit echtzeitbasierten Taktikschlachten verband. Es existieren momentan vier Spiele in dieser Reihe zuzügl. Add-ons. Das Spielprinzip wurde in allen vier Teilen erhalten u. auf andere Erdteile sowie Epochen übertragen. Die Neuerungen waren hauptsächlich techn. Natur (z. B. Grafik).
Totem
Das Wort T. stammt aus der Algonkin-Sprache des südl. Kanada u. bedeutet "Verwandtschaft, Familienabzeichen oder auch persönl. Schutzgeist". T. bezeichnet etwas Ähnliches wie heute der Nachname, schließt aber eine animist. Vorstellungswelt u. eine bes. Form der Verwandtschaftsbeziehung mit ein. Er ist ein wesentl. Merkmal etlicher alter Gesellschaften u. wurde insbes. durch einige Indianergruppen in Nordamerika u. die Aborigines in Australien bekannt.
Totentanz
Der T. ist die im 14. Jh. aufgekommene bildl. Darstellung der Gewalt des Todes über das Menschenleben in einer Reihe von allegor. Gruppen in Form des Tanzes.
Toter Uhu
T. U. (französisch: Le Grand-duc) ist der Titel eines Gemäldes des französ. Malers Édouard Manet. Das 97 × 64 cm große, in Öl auf Leinwand gemalte Bild zeigt einen toten, kopfüber an einer Bretterwand hängenden Uhu als Jagdtrophäe. Das zu einer Serie von vier nahezu gleichgroßen Stillleben gehörende Werk entstand 1881 während eines Kuraufenthaltes in Versailles, als Manet bereits von schwerer Krankheit gezeichnet war. Das Gemälde befindet sich in der Stiftung Sammlung E. G. Bührle in Zürich.
Totes Meer
Das Tote Meer (hebr. Jam haMelach bzw. “Salzmeer”; Bahr al-Mayyit oder Bahr Lūt, “Meer des Todes” oder “Meer des Lot”) ist ein rd. 600 km2 großer Salzsee, der vom Jordan gespeist wird. Er grenzt an Israel, das unter israel. Verwaltung stehende Westjordanland u. an Jordanien. Der Salzgehalt des Toten Meeres beträgt bis zu 33 %, im Durchschnitt rd. 28 % (zum Vergleich: der Salzgehalt des Mittelmeeres liegt bei ca. 3 %). Entgegen seinem Namen ist das Tote Meer biolog. nicht tot, jedoch beschränkt sich das Leben weitgehend auf verschiedene Mikroorganismen.
Toto (Band)
T. ist eine kaliforn. Rockband, die 1977 in Los Angeles gegr. wurde u. bis heute weltweit erfolgreich ist. Insges. veröffentlichte die Band bislang 17 Alben u. wurde mit sieben Grammys ausgezeichnet. Bekannteste Stücke von T. sind Rosanna, Africa u. Hold the Line.
Toto & Harry
T. & H. (eigentl.: Polizeioberkommissar Thorsten Heim u. Polizeikommissar Thomas Weinkauf) sind die Protagonisten der Sat.1-Reportage-Reihe “24 Stunden Toto & Harry - Die Zwei vom Polizeirevier”. In den Folgen begleitet ein Kamerateam die beiden Polizisten in Bochum auf dem Streifendienst. Die erste Folge der Serie wurde am 14. Januar 2002 ausgestrahlt. Die Serie hat inzwischen bis zu 3,5 Millionen Zuschauer u. ist bis in die Schweiz bekannt. Kritiker weisen darauf hin, dass die Sendung das Persönlichkeitsrecht der gefilmten Personen verletze, obwohl bei den Aufnahmen angeblich stets auf die Möglichkeit der Verfremdung der Gesichter u. der Stimmen hingewiesen werde.
Totschläger
Ein T. (manchmal auch Todesschläger genannt) ist eine Schlagwaffe. Es ist ein mit einem Gewicht, z. B. einer Eisenkugel, befüllter Beutel aus Stoff, z. B. eine Socke. Einsatz findet er bei der Fischerei, um die gefangenen Fische zu betäuben.
Tottenham Hotspur
T. H. (offiziell: Tottenham Hotspur Football Club) – auch oft unter der Kurzform The Spurs bekannt – ist ein engl. Fußball-Verein aus dem N Londons. 1960/61 war Tottenham der erste engl. Verein, der die Meisterschaft u. den FA Cup in einer Saison erringen konnte. 1963 konnte man außerdem als erste brit. Mannschaft einen europ. Vereinswettbewerb, den Europapokal der Pokalsieger, gewinnen.
Totti, Francesco
Francesco Totti (* 27. September 1976 in Rom) ist ein italien. Fußballspieler. Er kann sowohl im offensiven Mittelfeld als auch im Sturm spielen. Seit der Saison 2005/06 wird er im Verein vorwiegend als einzige Spitze eingesetzt.
Touchscreen
Ein T., Tastschirm bzw. Sensorbildschirm ist ein Computereingabegerät, bei dem durch Berührung von Teilen eines Bildes der Programmablauf scheinbar direkt gesteuert werden kann. Die techn. Umsetzung der Befehlseingabe ist für den Nutzer quasi “unsichtbar” u. erzeugt so den Eindruck einer unmittelbaren Steuerung eines Computers per “Fingerzeig”.
Toulouse
T. [tuˈluːz] (okzitan. Tolosa) ist eine Stadt im S Frankreichs, am Fluss Garonne gelegen, 146 m ü. NN. Sie ist 730 km von Paris entfernt u. durch Kanäle (Canal du Midi u. Garonne-Seitenkanal) mit dem Mittelmeer u. dem Atlantik verbunden. Im Stadtzentrum leben 426.700 Ew. u. im Ballungsgebiet 761.100 (2004) – damit ist es die viertgrößte Stadt in Frankreich. T. ist Hptst. der Region Midi-Pyrénées u. Verwaltungssitz des Dép. Haute-Garonne. Im MA war sie Hptst. der Region Okzitanien. Bis zur Französischen Revolution war sie offizielle Hptst. der Provinz Languedoc.
Toulouse-Lautrec, Henri Marie Raymond de
Henri Marie Raymond de Toulouse-Lautrec-Monfa (* 24. November 1864 in Albi; † 9. September 1901 auf Schloss Malromé, Gironde) war ein französ. Maler u. Grafiker des Spätimpressionismus. Berühmt geworden ist er für die Plakate, die er unter anderem für das Moulin Rouge anfertigte.
Toupet, Tim
Tim Toupet (* 28. Oktober 1971 in Köln; bürgerlich: Tim Bibelhausen) ist ein dt. Friseurmeister u. Sänger. Er betreibt in Köln einen Salon namens “Hair Concept”.
Tour de France
Die T. d. F. [turdəˈfraːs], auch Grande Boucle [gradˈbukl] (“Große Schleife”) oder einfach Le Tour [ləˈtuːr] genannt, ist das berühmteste u. für die Fahrer bedeutendste Radrennen der Welt. Seit 1903 wird die Tour alljährlich – mit Ausnahme der Zeit des Ersten (1915–1918 ausgefallen) u. Zweiten Weltkriegs (1940–1946 ausgefallen) – während dreier Wochen im Juli ausgetragen u. führt dabei in wechselnder Streckenführung quer durch Frankreich u. das nahe Ausland. Das Rennen wird von der Amaury Sport Organisation (ASO) veranstaltet. Die Tour gilt nach der Fußball-Weltmeisterschaft u. den Olympischen Spielen als drittgrößtes Sportereignis der Welt.
Tourette-Syndrom
Das Gilles-de-la-Tourette-Syndrom (kurz: T.) ist eine neurologisch-psychiatrische, ätiologisch noch ungeklärte Erkrankung, die durch das Auftreten von Tics charakterisiert ist. Bei den Tics handelt es sich um unwillkürliche, rasche, meistens plötzlich einschießende u. mitunter sehr heftige Bewegungen, die immer wieder in gleicher Weise einzeln oder serienartig auftreten können. Verbale, ungewollte Äußerungen zählen mit dazu, ebenso wie Ausrufe oder eigenartige Geräusche. Benannt ist das Syndrom nach dem französ. Arzt Georges Gilles de la Tourette, der die Symptomatik erstmals um 1885 auf wissenschaftl. Basis beschrieb.
Tourismus
T. ist ein Oberbegriff für Reisen, die Reisebranche u. das Gastgewerbe u. seit den 1980er-Jahren gebräuchlich. Bis dahin wurde der Wirtschaftszweig bzw. das Gesellschaftsphänomen als Fremdenverkehr bezeichnet. Die Branche zählt weltweit zu den größten Wirtschaftszweigen. 2004 wurden nach Angaben der Welttourismusorganisation in diesem Bereich Erlöse von etwa 623 Milliarden US-Dollar erzielt. Mit weltweit rd. 100 Millionen Beschäftigten gilt der T. als einer der bedeutendsten Arbeitgeber.
Tower Bridge
Die T. B. ist eine Straßenbrücke über den Fluss Themse in London. Sie wurde 1894 eröffnet u. verbindet die City of London auf der Nordseite mit dem Stadtteil Southwark im Stadtbezirk London Borough of Southwark auf der Südseite. Es handelt sich hierbei um eine im neugot. Stil errichtete Klappbrücke u. um die am östlichsten gelegene Themsebrücke; darüber führt die Hauptstraße A 100. Am Nordufer befinden sich der Tower of London (nach dem die Brücke benannt ist) u. die St Katharine Docks, am Südufer die City Hall.
Tower of London
Der T. o. L. ist ein im MA errichteter Komplex aus mehreren befestigten Gebäuden entlang der Themse, der als Festung, Waffenkammer (stronghouse), königl. Palast u. Gefängnis, insbes. für Gefangene der Oberklasse, diente. Außerdem waren dort die Münze, das Staatsarchiv, ein Waffenarsenal u. ein Observatorium untergebracht. Bis zu Jakob I. wohnten alle englischen Könige u. Königinnen zeitweise dort. Es war üblich, dass der Monarch vor dem Tag seiner Krönung im Tower übernachtete u. dann in feierlichem Zug durch die Stadt nach Westminster ritt. Heute werden im Tower die britischen Kronjuwelen aufbewahrt, ferner eine reichhaltige Waffensammlung. 1078 ordnete Wilhelm der Eroberer an, den White Tower hier zu bauen. Er sollte die Normannen vor den Menschen der City of London, aber auch London überhaupt schützen. Jedoch sollte es auch ein Geschenk sein. Aufgrund seiner histor. Bedeutung wurde der Tower 1988 von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt.
Townshend, Pete Dennis Blandford
Peter Dennis Blandford Townshend (* 19. Mai 1945 in Ealing, London) ist ein brit. Musiker u. Kopf der Rockband “The Who”. Er verfasste den Großteil der Songs der Gruppe, spielt auf den Alben E-Gitarre, gelegentlich auch Keyboards u. singt Background. Berüchtigt waren in den 1960er- u. 1970er-Jahren seine Live-Auftritte, an deren Ende er gemeinsam mit The-Who-Schlagzeuger Keith Moon oft das Instrumentarium der Band zerstörte. Sein aggressiver Gitarrenstil beeinflusste die Entwicklung der Musikstile Hard Rock, Heavy Metal u. Punk.
Toxikologie
Die T. (altgriechisch τοξικολογία, toxikologia – die Giftkunde) ist die Lehre von den Giftstoffen (Toxinen), den Vergiftungen u. der Behandlung von Vergiftungen. Sie ist ein interdisziplinäres Fachgebiet, das meist der Pharmakologie angegliedert ist. Ihr Beschäftigungsfeld überschneidet sich dort mit dem der Biochemie, wo die molekularen Grundlagen der Vergiftungen aufgeklärt werden. Daher sind auch viele Chemiker u. Biochemiker als Toxikologen tätig.
Toxoplasmose
Die T. ist eine häufig auftretende Infektionskrankheit des Menschen u. anderer Säugetiere, übertragen durch den Parasiten Toxoplasma gondii. Hauptwirt für den Erreger sind Katzen u. katzenartige Tiere, in deren Darm sich Vorstadien des Einzellers bilden, die durch die Exkremente ausgeschieden werden. Außerdem sind die Einzeller über die Erde (z. B. bei der Gartenarbeit), über die Nahrungskette durch rohe Eier u. Fleisch (vor allem rohes Fleisch) u. Rohmilchprodukte übertragbar. Die Inkubationszeit beim Menschen beträgt ein bis drei Wochen, die Infektion verläuft bei gesundem Immunsystem für etwa 90% der Betroffenen beschwerdefrei u. symptomlos. Bei schubweise verlaufender Erkrankung kann sich die Ausbreitung über Wochen u. Jahre hinziehen. Hierbei bleiben die Erreger im Organismus in Zysten eingeschlossen. Sie platzen zu beliebiger Zeit u. gelangen so in das Blutgefäß- u. Lymphsystem. Bei einer durchgestandenen Erkrankung ist eine Immunität anzunehmen.
Toyota
Die T. Motor Corporation ist ein japan. Automobilhersteller. Das Unternehmen wird im Nikkei 225 gelistet, hat den höchsten Börsenwert (2007) aller Automobilhersteller u. ist damit der teuerste Autohersteller der Welt. Laut der der Fortune Global 500 Liste 2007, ist T. mit einem Jahresumsatz von 204 Milliarden US-Dollar das sechstgrößte Unternehmen der Welt (2006 lag T. noch auf Platz 8). Beim Pkw-Absatz liegt T. weltweit auf Platz 2, hauchdünn hinter General Motors. T. erwirtschaftet höhere Gewinne als jeder andere Autohersteller.
Toyota-Produktionssystem
Das T. (TPS) ist ein von Toyota in einem Zeitraum von über 50 Jahren entwickeltes Produktionsverfahren für die Serienproduktion. Es verbindet die Produktivität der Massenproduktion mit der Qualität der Werkstattfertigung. Das TPS wurde maßgeblich von den Ingenieuren Taiichi Ohno u. Shigeo Shingo entwickelt (s.a. Kaizen). Ziel ist die Produktion im Kundentakt mit möglichst geringer Verschwendung von Ressourcen jegl. Art im Produktionsprozess. Die Information, was in welcher Menge produziert werden soll, wird vom nachgelagerten Bereich mittels Kanbankarten an den vorgelagerten Bereich weitergegeben. Somit wird nur das produziert, was gerade verbraucht wurde. Das Ergebnis sind minimale Materialbestände im Prozess. Ein solcher Prozess kann nur zuverlässig funktionieren, wenn die Qualifikation der Mitarbeiter, die Verfügbarkeit der Maschinen u. die im Prozess erzeugten Zwischenprodukte sehr hohen Standards genügen.
T-Pain
T-Pain (* 30. Juni 1985 in Tallahassee), mit bürgerl. Namen Najm Faheem, ist ein US-amerikan. Hip-Hop- u. R'n'B-Sänger.
Trabant (Pkw)
Als T. wird die ab 1957 in der DDR gefertigte Pkw-Baureihe des Herstellers VEB Sachsenring Automobilwerke Zwickau bezeichnet. Zwischen November 1957 u. April 1991 wurden insges. 3.051.385 Fahrzeuge der T.-Baureihe produziert. Beim dt. Kraftfahrt-Bundesamt waren zum 1. Januar 2007 noch rd. 52.400 Fahrzeuge in Deutschland registriert. Viele Fahrzeuge exportierte man zu DDR-Zeiten in die ČSSR, nach Polen u. vor allem Ungarn. Anfänglich galt die Baureihe als sparsam u. robust, später jedoch erwies sie sich aufgrund fehlender Innovationen als veraltet. Heute gilt der Trabi als Kultauto, das verschiedene Fanclubs würdigen.
Traceroute
T. ist ein Diagnose-Werkzeug, mit dem ermittelt werden kann, über welche IP-Router Datenpakete bis zum Ziel-Host vermittelt werden.
Tracht (Kleidung)
Der Begriff T. (von althochdt. traht(a), mittelniederdt. dracht: das, was getragen wird) wird im Allg. für traditionelle u. histor. Kleidung oder Teile davon gebraucht. Die T. ist die traditionelle Kleiderordnung einer bestimmten Region, eines Landes oder der Angehörigen einzelner Bevölkerungsgruppen, z. B. Ethnien (Volksgruppe) oder Berufsgruppen.
Trachtenberg, Michelle
Michelle Trachtenberg (* 11. Oktober 1985 als Michelle Christine Trachtenberg in New York, USA) ist eine US-amerikan. Schauspielerin. Bekannt wurde sie durch ihre Rolle als kleine Schwester von Buffy in der Fernsehserie “Buffy – Im Bann der Dämonen”.
Trackback
Als T. wird eine Funktion bezeichnet, mit der Weblogs Informationen über Backlinks in Form von Reaktionen bzw. Kommentaren durch einen automat. Benachrichtigungsdienst untereinander austauschen können.
Tradition
T. (von lat. tradere “hinüber-geben” bzw. traditio “Übergabe, Auslieferung, Überlieferung”) bezeichnet die Weitergabe (das Tradere) von Handlungsmustern, Überzeugungen u. Glaubensvorstellungen u. a. oder das Weitergegebene selbst (das Traditum, z. B. Gepflogenheiten, Konventionen, Bräuche oder Sitten). T. geschieht innerhalb einer Gruppe oder zwischen Generationen u. kann mündlich oder schriftlich über Erziehung oder spieler. Nachahmen erfolgen. Die soziale Gruppe wird dadurch zur Kultur.
Traditionelle Chinesische Medizin
Die T. C. M. (im englisch- u. deutschsprachigen Raum auch als TCM bekannt) ist die Heilkunst, die in China vor über 2000 Jahren begründet u. über die Jahrhunderte hinweg weiterentwickelt wurde. Zu den therapeut. Verfahren, die in dieser Medizin zur Anwendung kommen, gehören die Arzneitherapie, die Akupunktur u. Moxibustion (Erwärmung von Akupunkturpunkten), die Massage (Tuina Anmo), eine am Wirkmechanismus der Arzneien orientierte Diätetik u. Bewegungsübungen wie Qigong u. Taijiquan. Das herkömml. Verbreitungsgebiet der TCM umfasst neben China den gesamten ostasiat. Raum, insbes. Korea u. Japan. Die Medizin erfuhr dort eigene Ausprägungen, in Japan zum Beispiel unter der Bez. Kampo-Medizin.
Trafalgar Square
Der T. S. ist der größte Square Londons u. seit dem MA ein zentraler Treffpunkt. 2003 wurde er nach einem größeren Umbau wiedereröffnet.
Traffic Message Channel
Moderne Navigationssysteme verwenden T. M. C. (TMC) zur automat. Umfahrung von Verkehrsstaus u. Behinderungen (dynam. Zielführung). Zur Nutzung von TMC ist ein TMC-fähiger Radio-Empfänger notwendig. Typischerweise befinden sich solche in Fahrzeug-Navigationssystemen. Es gibt auch Autoradios, die TMC-Daten über eine Schnittstelle (TMC-out) auskoppeln, ohne sie selber zu dekodieren. Die Weiterverarbeitung dieser Daten kann dann in einem angeschlossenen (z.B. tragbaren) Navigationssystem erfolgen. Die Ausstrahlung von TMC erfolgt inzwischen innerhalb vieler europ. Länder von zahlreichen Radiosendern. Allerdings ist die Qualität der Meldungen sehr unterschiedlich. In der Regel sind TMC-Dienste kostenlos zu empfangen (freeTMC).
Trägheit
Aufgrund ihrer T. verharren Körper in ihrem Bewegungszustand, solange keine äußere Kraft auf sie einwirkt. Die T. wird durch die träge Masse quantifiziert. Je größer die träge Masse eines Körpers ist, umso weniger beeinflusst eine auf ihn einwirkende Kraft seine Bewegung.
Trägheitsmoment
Das T., engl. Moment of Inertia (MOI), auch Massenträgheitsmoment oder Inertialmoment, ist eine physikal. Größe, die in der Mechanik die Trägheit eines starren Körpers gegenüber einer Änderung seiner Rotationsbewegung angibt. Das T. eines Körpers hängt von seiner Form, der Massenverteilung u. zusätzlich noch von der Drehachse ab. Es ergibt sich aus den Produkten der Massen aller Teilchen des Körpers u. den Quadraten ihrer Abstände von der Drehachse.
Tragödie
Die T. gehört zu den literarischen Grundmustern. Sie ist eine Form des Dramas, die sich bis in das antike Griechenland zurückverfolgen lässt. Das Wort T. entstammt dem Theater der griechischen Antike und bezeichnet einen "Bocksgesang" bzw. "Gesang um den Bockspreis" [griech.: τραγωδία]. Beim Dionysoskult wurden Umzüge mit Maske u. Bocksfell [griech.: tragos] (Darstellung des Gottes selbst oder eines der ihn begleitenden Satyrn) aufgeführt. Die Situation der Hauptfigur verschlechtert sich unausweichlich; das Stück endet mit ihrem Tod. Das Scheitern des trag. Helden ist dabei unausweichlich, seine Ursache liegt in der Konstellation u. dem Charakter der Figur. Der Keim der T. ist, dass der Mensch über das ihm zugeteilte Schicksal hinausgehen will.
Tragschrauber
Ein T., auch Autogiro oder Gyrocopter genannt, ist ein Drehflügelflugzeug wie der Hubschrauber. Jedoch wird hier der Rotor nicht durch ein Triebwerk, sondern durch den Fahrtwind in Drehung versetzt. Dies geschieht durch entspr. Anstellung der Rotorblätter (Autorotation). Der Auftrieb wird wie beim Hubschrauber durch die Relativbewegung des Rotorblattes gegenüber der umgebenden Luft erzeugt. Der Vortrieb erfolgt, wie beim Starrflügelflugzeug, meist durch ein Propellertriebwerk oder auch durch Schleppen. T. sind interessant für Anwendungen, bei denen geringe Geschwindigkeiten erwünscht, aber Senkrechtstart u. -landung nicht notwendig sind. Als Erfinder des Tragschraubers gilt der Spanier Juan de la Cierva 1923.
Tragus-Piercing
Ein T. ist ein Piercing des Tragus in der Ohrmuschel. Es handelt sich dabei um den kleinen, dickeren Knorpelteil am Eingang des Gehörkanals.
Trainee
Ein T. ist ein Hochschulabsolvent, der in einem Unternehmen systematisch als vielfältig einsetzbare Nachwuchskraft aufgebaut wird, üblicherweise durch ein Traineeprogramm mit aufeinander abgestimmten Einsätzen in verschiedenen Abteilungen, Seminaren u. Netzwerkveranstaltungen. Trainees durchlaufen spezielle Förderprogramme mit einer Laufzeit im Regelfall zwischen 12, 18 oder 24 Monaten. Oftmals sind Trainees Kandidaten für zukünftige Führungskräfte oder künftige Spezialisten. In einigen Branchen wie etwa bei Banken und Versicherungen stellt der Einstieg von Hochschulabsolventen über ein Traineeprogramm den Regelfall dar u. hat eine lange Tradition.
Training
Der Begriff T. steht allg. für alle Prozesse, die eine verändernde Entwicklung hervorrufen. Trainings-Effekte entstehen beim Menschen durch die Verarbeitung von Reizen. Diese Reize können aus dem Menschen selbst hervorgehen, indem zum Beispiel Vorgänge auf der kognitiven Ebene einen Reiz für Veränderungen auf der körperlichen u. emotionalen Ebene darstellt. Ebenso können Reize von außen kommen, indem zum Beispiel eine (langfristige) Veränderung der Lufttemperatur die entsprechende Anpassung des gesamten Organismus fordert.
Training Day
T. D. ist ein US-amerikan. Hollywoodfilm mit Denzel Washington u. Ethan Hawke in den Hauptrollen aus dem Jahre 2001. Die Handlung spielt zum großen Teil in den Elendsvierteln von Los Angeles, die von verschiedenen Drogendealern u. Gangs beherrscht werden.
Trainspotting – Neue Helden
T. – N. H. (original: Trainspotting) ist ein schott. Film des Regisseurs Danny Boyle (bekannt durch Kleine Morde unter Freunden) aus dem Jahr 1996. Es handelt sich um eine Verfilmung des Romans Trainspotting (1993) von Irvine Welsh.
Trajan
Marcus Ulpius Traianus (* 18. September 53 in Italica; † 8. August 117 in Selinus, Kilikien) war von 98 bis 117 n. Chr. römischer Kaiser. Trajan zählt zu den sogenannten Adoptivkaisern, die durch Adoption an die Macht kamen. Durch die Eroberung Armeniens, Mesopotamiens u. vor allem des Dakerreiches erlebte das Römische Reich unter ihm seine größte Ausdehnung.
Trakl, Georg
Georg Trakl (* 3. Februar 1887 in Salzburg, Österreich; † 3. November 1914 in Krakau, Galizien) war ein österr. Lyriker des Expressionismus mit starken Einflüssen vonseiten des Symbolismus.
Traktor
Ein T. (Mehrzahl Traktoren, von lateinisch trahere, “ziehen”) ist eine Zugmaschine, die in erster Linie in der Landwirtschaft benutzt wird.
Tramadol
T. ist ein mittelstark wirksames Opioid, welches zur Therapie mittelstarker Schmerzen eingesetzt wird. Der Wirkstoff wurde vom Pharmaunternehmen Grünenthal entwickelt. Off-Label wird es auch zur Behandlung des Restless-Legs-Syndrom verwendet. T. ist in Deutschland u. a. als Tramal®, Tramadolor® von Hexal u. als Doloxene® im Handel. Es ist verschreibungspflichtig u. unterliegt als eines von wenigen Opioiden nicht dem Betäubungsmittelgesetz.
Tramitz, Christian
Christian Tramitz (* 29. Juli 1956 in München) ist ein dt. Schauspieler u. Autor.
Trance (Musik)
T. (engl.: [træns]) ist eine Form der elektron. Tanzmusik, die sich in den 1990er Jahren vom härteren Techno abspaltete u. sich mehr nach den der Harmonik entspr. Akkorden u. Melodien bei einem Tempo von rd. 125-145 BPM richtet.
Transaktionsanalyse
Die T. (TA) bezeichnet eine aus der Psychoanalyse abgeleitete Theorie u. ein daraus folgendes psychotherapeut. Verfahren, dessen Begründer der kanad. Psychiater Eric Berne (1910–1970) ist. Die T. geht davon aus, dass Verhalten u. Erleben des Individuums durch die Beziehungen (“Transaktionen”) zwischen verschiedenen Ich-Zuständen (kindlichem, elterlichem u. Erwachsenen-Ich) bestimmt werden.
Transaktionskosten
T. sind diejenigen Kosten, die durch die Benutzung des Marktes (market transaction costs), also im Zusammenhang mit der Transaktion von Verfügungsrechten (z. B. Kauf, Verkauf, Miete), oder einer innerbetriebl. Hierarchie (managerial transaction costs) entstehen. Die Transaktionskostentheorie ist ein elementarer Bestandteil der Neuen Institutionenökonomik.
Transall C-160
Die T. C-160 ist ein propellergetriebenes militär. Transportflugzeug.
Transaustralische Telegrafenleitung
Die T. T. (engl. Australian Overland Telegraph Line) war eine 3.200 km lange Telegrafenlinie, die ab 1872 Port Augusta in Südaustralien mit Darwin an der austral. Nordküste verband u. von hier mit Unterseekabeln erstmals die telegraf. Verbindung nach Indonesien u. Europa ermöglichte.
Transfettsäuren
T. sind Fettsäuren mit transkonfigurierten Kohlenstoff-Doppelbindungen. In der menschl. Ernährung sind sie bes. bei industriell produzierter Nahrung zu finden, wo sie durch die Härtung von Pflanzenöl entstehen. Der Verzehr von T. erhöht nach wissenschaftl. Erkenntnissen den Gehalt an LDL-Cholesterin im Blut. Sie gelten daher als Mitverursacher von koronaren Herzkrankheiten (Arteriosklerose, Herzinfarkt).
Transformator
Ein T. (kurz: Trafo) ist ein elektrotechn. Gerät bzw. Bauteil, mit dem man die Amplitude einer Wechselspannung oder eines Wechselstroms fast beliebig vergrößern oder verkleinern kann. Er besteht entweder * aus einer Spule mit Anzapfungen (Spartransformator), somit ohne galvanische Trennung von Ein- u. Ausgang, oder * aus zwei oder mehreren getrennten, d. h. voneinander isolierten Spulen, die induktiv, also lediglich magnetisch miteinander gekoppelt sind. Die physikalischen u. technischen Gesetzmäßigkeiten sind bei allen Transformatoren die gleichen. Es gelten die Faustregeln: * Die Spannungen sind proportional zu den Windungszahlen der Spulen. * Die Stromstärken sind umgekehrt proportional zur Spannung bzw. zu den Windungszahlen.
Transformers
Die T. sind Action-Figuren, die seit 1984 in Kooperation zwischen der japanischen Spielzeugfirma TakaraTomy u. der amerikanischen Firma Hasbro hergestellt werden. Takara bedient dabei den japanischen Markt, Hasbro den Rest der Welt. Bei den T. handelt es sich um Spielzeugroboter, die sich mit wenigen Handgriffen zu Autos, Flugzeugen, Kampfstationen etc. umwandeln lassen. Um den Verkauf der Figuren zu fördern, gibt es seit 1984 passende Zeichentrickserien im Fernsehen. Außerdem erschienen im Laufe der Jahre diverse Comic-Serien, Videospielumsetzungen u. ein Kinofilm.
Transformers (Film)
T. ist ein Spielfilm aus dem Jahr 2007, der auf den gleichn. Spielzeugreihen von Hasbro basiert.
Transgender
T. ist ein Begriff für Abweichungen von der sozialen Geschlechtsrolle bzw. den sozialen Geschlechtsmerkmalen (Gender). Das Wort ist einerseits eine Bez. für Menschen, die sich mit der Geschlechtsrolle, die ihnen üblicherweise bei der Geburt, in der Regel anhand der äußeren Geschlechtsmerkmale, zugewiesen wurde, nur unzureichend oder gar nicht beschrieben fühlen, u. andererseits eine Selbstbez. für Menschen, die sich mit ihren primären u. sekundären Geschlechtsmerkmalen nicht oder nicht vollständig identifizieren können.
Transistor
Ein T. ist ein elektron. Halbleiterbauelement zum Schalten u. Verstärken von elektr. Signalen ohne mechan. Bewegungen. Transistoren sind, teilweise als elementare Komponenten integrierter Schaltungen, Bestandteil der Nachrichtentechnik (Funk, Radio), der Automatisierungstechnik u. in Computersystemen. Der Begriff T. ist eine Kurzform für eine der engl. Bez. Transfer Varistor, Transformation Resistor oder Transfer Resistor.
Transistor-Transistor-Logik
Die T. (TTL) ist eine Schaltungstechnik (Logikfamilie) für logische Schaltungen (Gatter), bei der als aktives Bauelement der Schaltung planare npn-Bipolartransistoren verwendet werden. Hierbei wird meist ein Multi-Emitter-Transistor eingesetzt, so dass für mehrere Eingänge nur ein Transistor erforderlich ist.
Transit (Anna Seghers)
T. ist ein Roman von Anna Seghers aus dem Jahr 1944. T. ist ein Entwicklungsroman. Die Handlung spielt zu Beginn der 40er Jahre des 20. Jh. Das Leitmotiv der Handlung ist die Entwicklung des Ich-Erzählers von einem heimat- u. ziellosen, herumirrenden Flüchtling zu einem sich zu Frankreich u. bes. zu Marseille verbunden fühlenden Antifaschisten.