Providentia

[2112] PROVIDENTIA, æ, die Vorsehung, wurde von den Römern für eine Göttinn gehalten, und als ein Frauenzimmer gebildet, das eine Kugel und einige Aehren, oder auch ein Füllhorn, einen Blitz, oder Mercuriusstab, oder Zepter u.s.f. in den Händen hat. Struv. Synt. A. R. c. I. p. 142. In einer alten Bildsäule, deren linker Arm abgebrochen, hat sie einen Stab in der rechten Hand. Sie ist mit Lorbern bekränzet und ihr Haar gekräuselt, trägt aber sonst ein Matronenkleid. Zu ihrer linken steht ein Korb mit Früchten; und hinter ihr liegt ein Füllhorn, dessen Oeffnung an ihrer rechten Seite ist. Montfauc. ant. expl. T. I. P. II. pl. 207. Auf den Münzen trifft man sie vielfältig mit einem oder einem Paar von obigen Merkmaalen, am meisten aber mit einer vor sich liegenden Weltkugel an, worauf sie mit einem Stabe oder bloß mit der Hand weist. Agostin. Dial. II. p. 57.

Quelle:
Hederich, Benjamin: Gründliches mythologisches Lexikon. Leipzig 1770., Sp. 2112.
Lizenz:
Faksimiles: