Centumviri

[48] Centumviri, auch Centumviraleni, Hundertmänner, hieß ein wahrscheinlich unter Servius Tullius entstandener römischer Gerichtshof, der unter dem Vorsitze von 4 Decemviren und nur unter Oberaufsicht des Praetor urbanus bürgerliche Rechtsstreite führte und von dessen Entscheidungen keine Appellation stattfand. Unter den Kaisern wurde er von 105 Mitgliedern auf 180 gebracht und zum obersten Reichsgericht, welches erst 395 n. Chr. gänzlich erlosch.

Quelle:
Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1854, Band 2, S. 48.
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