Queckhirse

[1] Queckhirse, Panicum Dactylon, L. [Regnault, bot. tab. 14.] mit gefingerten von einander stehenden Aehren, welche an der innern untern Seite haarig sind, mit einzelnen Blumen und kriechenden Lohden, eine im mittägigen Europa perennirende Grasart, mit fußhohen, röthlich braunen Halmen und dunkelpurpurrothen reifen Aehren.

Die weißen, knotigen langen Wurzeln (Rad. Graminis Dactyli) haben einen süßlichen Geschmack, und sind in Italien und dem südlichen Frankreich statt der Wurzeln des Queckweizen angewendet worden, zu eben so unbestimmten Zwecken als lezterer bei uns.


Quelle:
Samuel Hahnemann: Apothekerlexikon. 2. Abt., 2. Teil, Leipzig 1799, S. 1.
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