Mugil

[748] Mugil.

Mugil.

Cephalus.

frantzösisch, Muge. Mujon. Mulet.

teutsch, Harder.

Ist ein See- und Flußfisch, oder ein Fisch, der sich in süssen und in saltzigten Wassern aufzuhalten pfleget, der einen grossen Kopf hat, daher er auch Cephalus, welches von χεφαλὴ, caput, Kopf, herstammet, genennet wird. Seine Schnautze ist dick und kurtz, der Leib lang und mit Schupen bedecket. In seinem Kopfe wird ein Stein gefunden und Echinus oder Sphondylus genannt, dieweil er rund umher voll Spitzen oder Zacken ist. Dieser Fisch ist in der Mittelsee gantz gemeine: er schwimmet ungemeine behende, und macht den Fischern viel zu schaffen: ist gut zu essen. Er führet viel Oel und phlegma, nicht gar viel Sal votatile und fixum.

Sein Magen getrocknet und zu Pulver gestossen, ist gut das Brechen aufzuhalten, und den Magen zu stärcken.

Der Stein, so in seinem Kopfe zu befinden, eröffnet trefflich starck, und dienet den Stein in Nieren und der Blase zu zertheilen. Auf einmahl wird ein halber Scrupel bis auf zwey gantze eingegeben. Der Rogen dieses Fisches dienet zum Boutarque machen, so an Fasttagen in Provence, mit Oel und mit Citronen, gegessen wird.

Quelle:
Lemery, Nicholas: Vollständiges Materialien-Lexicon. Leipzig, 1721., Sp. 748.
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