Ann künsten tregt man nicht schwer.

Halt dich daß dir gůt kramen sei.

Beneficij accepti memor esto.

[377] Wanns glück am höchsten ist / so versehe dichs falls.

Was man nit kan vmbgohn / das wag.

Der ist nit fromm / der von sein selbs wegen fromm ist.

Es ligt vil dran / wie gewon.

Was der jung leert / das thůt der alt.

Die warheyt wirt wol truckt / aber nit vertruckt.


Sag Nit alles daß du weyßt.

Glaub Nit alles daß du hörst.

Thů Nit alles daß du kanst.

Wiß Nit alles daß du lißt.


Anderer creutz lere dich das dein tragen.

Zeit erleydt alle ding.

Müssiggang der tugent vndergang.

Müssiggang hat einn bösen nachklang.


Wach vil / schlaff wenig zu aller frist. Faulkeyt der laster narung ist.

Quelle:
Egenolff, Christian: Sprichwörter / Schöne / Weise Klugredenn. Darinnen Teutscher vnd anderer Spraach-en Höfflichkeit [...] In Etliche Tausent zusamen bracht, Frankfurt/Main 1552. [Nachdruck Berlin 1968], S. 377-378.
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