Neunter Auftritt.

[41] Madame Ruhberg. Ruhberg Sohn.


MADAME RUHBERG Pause. Beide in einiger Entfernung, endlich begegnen sich ihre Blicke, gefaßt und gütig. Du hast verloren?

RUHBERG DER SOHN. – Ja![41]

MADAME RUHBERG. – Viel?

RUHBERG DER SOHN ernst. Ziemlich.

MADAME RUHBERG sie geht einige Schritte, Eduard steht unbeweglich, die Blicke starr an den Boden geheftet. Sie geht heftiger, weint trocknet sich die Augen, da sie wieder in Fassung zu sein versucht. Weißt du, daß es mit meinem Vermögen zu Ende gegangen ist?

RUHBERG DER SOHN. – Ich weiß es.

MADAME RUHBERG Jammer im Ausdruck, die Worte ohne Accent. Ich habe nichts mehr – ich bin ganz arm.

RUHBERG DER SOHN heftig. Gute Mutter – liebe Mutter!

MADAME RUHBERG wichtig. Der entscheidende Tag muß heute sein; dein Vater verlangt es mit Ernst. Er wird selbst kommen, mit dir darüber zu sprechen. Eduard, – gehorch' ihm – er scheint dir wohl hart – er ist doch nur entschlossen – und ach – die Nothwendigkeit befiehlt es.


Quelle:
August Wilhelm Iffland: Theater. Band 2, Wien 1843, S. 41-42.
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