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[299] Die hielt auf ihn so große Stücke,

Nicht weil sie selbst ihn etwa las,

Und Lovelace, diesen Schuft voll Tücke,

Mit Grandison, dem Edlen, maß;

Nein, bloß weil einstmals die Kusine

In Moskau, die Komteß Pauline,

Von beiden gar so oft erzählt.

Da war sie selbst noch unvermählt,

Verlobt zwar, aber glomm in Schmerzen

Für einen andern jungen Mann,

Der ihre Neigung rasch gewann,

Ein Grandison nach ihrem Herzen,

Ein Spieler, dabei sehr galant,

Ein Geck und Gardeleutenant.

Quelle:
Puschkin, Alexander Sergejewitsch: Eugen Onegin. In: Gedichte, Poeme, Eugen Onegin, Berlin 1947, S. 299.
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