Neununddreißigstes Kapitel.

[61] Gerade als der Korporal sich räusperte, um anzufangen, watschelte Dr. Slop ins Zimmer. – Es ist keine große Sache, der Korporal kann im nächsten Kapitel anfangen; dann mag aber hereinkommen, wer will.

– Nun, mein lieber Doktor, rief mein Vater scherzend, denn die Uebergänge von einer Laune zur anderen waren bei ihm ganz unberechenbar, was sagt mein Sprößling dazu?

Hätte mein Vater nach der Schwanzamputation eines jungen Hundes gefragt, er hätte es in keinem sorgloseren Tone thun können; das stimmte keineswegs zu der Art und Weise, wie Dr. Slop die Sache behandelt wissen wollte. – Er setzte sich.

– Bitte, Sir, fragte mein Onkel Toby, mit einem Tone, der eine Antwort unumgänglich machte – wie steht es mit dem armen Jungen? – Es wird, Phimosis werden, erwiederte Dr. Slop.

Da bin ich nicht klüger als vorher, sagte mein Onkel Toby und steckte die Pfeife wieder in den Mund. – So laß den Korporal in seinem medicinischen Vortrage fortfahren, sagte[61] mein Vater. – Der Korporal machte seinem alten Freunde, dem Doktor, eine Verbeugung und sprach darauf seine Ansicht über die Urwärme und die Urfeuchtigkeit folgender maßen aus:

Quelle:
Sterne [, Lawrence]: Tristram Shandy. Band 2, Leipzig, Wien [o. J.], S. 61-62.
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