Personen.

Nicolo, König von Umbrien.


Prinzessin Alma, seine Tochter.


Pietro Folchi, Schlächtermeister,

Filipo Folchi, sein Sohn,

Andrea Valori,

Benedetto Nardi,

Pandolfo, Damenschneidermeister, Bürger von Perugia.


Ein Söldner.


Ein Gutsbesitzer.


Ein Landstreicher.


Michele,

Battista,

Noè, Schneidergesellen.


Der Oberrichter.


Der Prokurator des Königs (Staatsanwalt).


Der Verteidiger.


Der Gerichtsaktuar.


Ein Kerkermeister.


Ein Kunstreiter.


Ein Schauspieler.


Eine Kupplerin.


Erster Theaterbesitzer.


Zweiter Theaterbesitzer.


Ein Edelknabe, von einem jungen Mädchen dargestellt.


Erster Bedienter.


Zweiter Bedienter.


Handwerker, Richter, Bürgersleute, fahrendes Volk, Theaterbesucher, Söldner und Hellebardiere.


Folgende Rollen können von demselben Schauspieler dargestellt werden:

Ein Gutsbesitzer und erster Theaterbesitzer. Ein Landstreicher und ein Kerkermeister. Pandolfo, Damenschneidermeister und zweiter Theaterbesitzer. Andrea Valori und der Verteidiger. Benedetto Nardi und der Oberrichter. Ein Söldner und der Prokurator des Königs. Der Gerichtsaktuar und erster Bedienter. Schneidergeselle[520] Noè und

zweiter Bedienter. Schneidergeselle Michele und ein Kunstreiter. Schneider geselle Battista und ein Schauspieler.


Inszenierung


Die Bühne ist als Reliefbühne hergerichtet, ähnlich wie im Münchner Künstler-Theater. Quer über die Bühne zieht sich eine Reihe von Podesten, davor eine Stufe. Rechts und links je ein neutraler Ausgang. Dieses Arrangement bleibt durch alle neun Bilder unverändert. Die Prospekte fallen direkt auf die Podestreihe auf, mit Ausnahme im siebenten und achten Bild, wo die Bühne möglichst tief ist.


Prolog


Vor dem Zwischenvorhang.


Erster Aufzug


Erstes Bild: »Thronsaal«. Mittelalterlicher Saalprospekt mit Fenster. Mobiliar: Nichts anderes als ein Prunksessel auf dem Podest.


Zweites Bild: »Heerstraße, Waldsaum«. Ein Waldprospekt.


Drittes Bild: »Schneiderwerkstatt«. Grauer Wandprospekt. Die Stufen dienen den Schneidern als Sitze.


Viertes Bild: »Gerichtssaal«. Dieselbe Dekoration wie im ersten Bild. Der Thron ist entfernt. In der Mitte ein langer Tisch, hinter dem die Richter sitzen. Rechts ein kleiner Tisch für den Staatsanwalt. Links ein ebensolcher für den Verteidiger. Die Stufen dienen als Zeugenbank.[521]


Zweiter Aufzug


Fünftes Bild: »Gefängnis«. Grauer Wandprospekt wie im dritten Bild.


Sechstes Bild: »Nacht, Wildnis«. Derselbe Waldprospekt wie im zweiten Bild.


Siebentes Bild: »Hochgericht«. Luftprospekt. Davor ein Galgen. Links (vom Zuschauer aus.) ist die Podestreihe etwas erhöht.


Dritter Aufzug


Achtes Bild: »Marktplatz von Perugia«. Prospekt: Eine mittelalterliche Stadt. Auf der Podestreihe ein Podium, zu dem zwei Treppen emporführen. Zwei Bänke, zwei Sessel.


Neuntes Bild: »Thronsaal«. Vollkommen gleiche Szenerie wie im ersten Bild.


Da die Hauptbedingung für die Bühnenwirkung des Stückes ein möglichst rascher Szenenwechsel ist, muß sich die Ausstattung durchaus auf das absolut Notwendige beschränken.[522]


Quelle:
Frank Wedekind: Werke in drei Bänden. Berlin und Weimar 1969, S. 520-523.
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