Bayöl

[638] Bayöl wird aus den Blättern von Myrica acris D.C., einer westindischen Myricacee, gewonnen.

Das wohlriechende Oel ist dünnflüssig, gelbbräunlich, leichter als Wasser und besteht aus einem Terpen und 30–40% Eugenol. Das spez. Gew. schwankt zwischen 0,975 und 0,995. Das Bayöl dient zur Herstellung des sogenannten Bayrums, der vielfach als Kopfwaschmittel Verwendung findet. Eine Vorschrift für letzteren ist: 2000 g Sprit von 95% 2000 g Wasser, 10 g Bayöl, 5 g Pimentöl, 10 Tropfen Nelkenöl. Man mischt, läßt mehrere Tage stehen und filtriert dann.

Deite.

Quelle:
Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 1 Stuttgart, Leipzig 1904., S. 638.
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