Unordnung

1. Der Unordnung in kleiner Sach' folgt die Unordnung der grössern nach. – Wunderlich, 7.


2. Die Unordnung ist ein kostbarer (theurer) Hausgenosse.


3. Eine eintzige vnordnung bringt ein Stadt oder Land in verderben. – Lehmann, 837, 8.


4. Unordnung in deinen Sachen wird dich bald zum Bettler machen. – Wunderlich, 7.


[1467] 5. Unordnung ist die Mutter des Lasters. – Bresl. Zeitung, 1865, Nr. 373, S. 2158.


6. Unordnung ist die Mutter von allerlei Klagen.

Böhm.: Nepořád žalobu zdvihá. (Čelakovsky, 343.)


7. Vnordnung zerstöhret die Ordnung vnd ist jhr gifft. – Lehmann, 837, 9.

Böhm.: Bĕda tomu, kdo nepořádkem žije v domu. (Čelakovsky, 375.)


8. Wo Unordnung ist, da liegt's beisammen wie ein eingefallen Haus.

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 1. Leipzig 1867, Sp. 1467-1468.
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