Äsche (2), die

[446] 2. Die sche, plur. die -n, oder der Äschenbaum, des -es, plur. die -bäume, ein hoher ästiger Baum, welcher ein weißes hartes Holz und eine glatte Rinde hat; Fraxinus, L. Bey Ramlern ist die bestählte Äsche eine hohe Figur eines Spießes. Weil sein Holz das Blut stillen und eine heilende Kraft haben soll, so wird er an einigen Orten auch Wundholz genannt.

Anm. Äsche, in Oberdeutschland Asche, Fränkisch und Alemannisch Asch, Angelf. Aesc, Engl. Ash, Dän. und Schwed. Ask, Holländ. Esch, kommt mit dem alten Latein. Nahmen Aesculus oder Esculus genau überein, welchen Servius von Esca herleitet, weil der Same dieses Baumes den ersten Menschen zur Speise gedienet. Wachter läßt ihn von dem Griech. Worte ισχυς Stärke, abstammen, weil das Holz dieses Baumes überaus zähe und stark ist; Frisch hingegen findet eine starke Ähnlichkeit zwischen diesem Nahmen und dem Hebr. אשל S. auch Eberäsche.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 1. Leipzig 1793, S. 446.
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