Auster, die

[661] Die Auster, plur. die -n, eine eßbare Seemuschel mit zwey Schalen. Austern säen, nennen die Niederdeutschen Austernfischer, wenn sie die jungen Austern von den Steinen oder alten Austern los machen, und in die See an schicklichen Orten ausstreuen. Daher der Austerhandel, die Austerschale, der Austernsammler, Austernfischer, die Austernfischerey, der Austernfang u.s.f.

Anm. Der Nahme dieses Schalthieres ist sich in allen Europäischen Sprachen ähnlich. Das Nieders. Oster und im Plural Osters, das Holländ. Oester, das Schwed. Ostra, das Angels. Ostre, das Engl. Oyster, das Franz. Huitre, das Wallisische Vestrem, das Bretagnische Istr, das Latein. Ostrea und das Griechische οστρεον, können ihre gemeinschaftliche Abstammung gewiß nicht verläugnen.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 1. Leipzig 1793, S. 661.
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