Hinten

[1191] Hinten, ein Nebenwort des Ortes, im Rücken eines Dinges, an oder in dem hintern Theile; im Gegensatze des vornen. David und seine Männer saßen hinten in der Höhle, 1 Sam. 24, 4. Hinten an der Wohnung sollt du sechs Bretter machen, 2 Mos. 26, 22. Er war hinten auf dem Schiffe, Marc. 4, 33. Hinten im Hause wohnen. Sich hinten darauf setzen. Jemanden von hinten anfallen. Von hinten her. Es ist hinten herab gefallen. Hinten nachkommen. Hinten nach wird zuweilen auch von einer Zeit gebraucht, nach geschehener Sache. Hinten nach wird er erst klug. Das Pferd schlägt hinten und vornen aus. Hinten durchwischen.

[1192] Anm. Im Angels. hindan und hynan, im Engl. behind, im Gothischen hindana. Es ist aus dem alten hind und an zusammen gesetzet, welches unter andern auch aus dem Schwabenspiegel erhellet, wo hindan dem vorn an oder vorn entgegen gesetzet wird. Das einfache hind aber, welches für hinten bey dem Ulphilas vorkommt, scheinet das schon mehrmahls angeführte alte Fürwort hin, jener, zu seyn. S. Hin und Unten.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 1191-1192.
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