Honigthau, der

[1280] Der Honigthau, des -es, plur. inus. ein kleberiger süßer aber dabey scharfer brennender Saft, welcher zu manchen Zeiten im Sommer auf den Pflanzen und Blumen angetroffen wird, und dieselben verdirbt. Ehedem glaubte man, daß dieser Saft wie ein Thau vom Himmel falle, daher er auch den Nahmen bekommen hat. Die neuern Naturkenner sind in Ansehung dieses Saftes noch nicht einig, indem einige glauben, daß er aus den Gewächsen selbst heraus schwitze, andere aber ihn von den Blattläufen herleiten. Das Wort Honigtow findet sich schon bey dem Jeroschin, einem Reimer des 13ten Jahrh. Im Schwed. Honingsdagg.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 1280.
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