Lebensart, die

[1956] Die Lbensārt, plur. die -en, die Art und Weise zu leben. 1) In Ansehung des Gebrauches der Nahrung und der Bequemlichkeit; ohne Plural. Eine armselige Lebensart. Seine Lebensart ändern. Eine seltsame, wunderliche Lebensart führen. 2) In Ansehung der sittlichen Handlungen; auch ohne Plural. Eine ausschweifende Lebensart. Seine Lebensart ist nicht die beste. 3) In Ansehung des Erwerbes seines Unterhaltes, die bestimmte Art und Weise, wie man Unterhalt und Bequemlichkeit erwirbt. Eine Lebensart ergreifen. Seine Lebensart ändern. Es gibt mancherley Lebensarten. 4) In Ansehung des Betragens gegen andere im gesellschaftlichen Leben; ohne Plural. Eine gute Lebensart haben. Er versteht Lebensart, er hat Lebensart, sagt man von einem Menschen, welcher zu leben weiß. Sein Geschmack der durch die Künste[1957] feiner und sichrer geworden, wird es auch in der Lebensart, Gell. Jetzt sehe ich wohl, daß es ihm an Lebensart fehlt. Ein Fehler gegen die gute Lebensart.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 1956-1957.
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