Nähe, die

[416] Die Nähe, plur. inus. das Abstractum des vorigen Wortes. 1) Die Eigenschaft eines Dinges, da es von dem andern durch keinen merklichen Zwischenraum getrennet ist, im Gegensatze der Weite; so wohl in der eigentlichen, als in verschiedenen figürlichen Bedeutungen des Wortes nahe. Die Nähe der Stadt an dem Hafen ist ihr sehr vortheilhaft. Wenn ich die Nähe betrachte. 2) Ein nicht merklich großer Zwischenraum. In die Nähe aber nicht in die Ferne sehen können. Er wohnt in der Nähe, nicht weit von uns. Je mehr ich seine Thorheiten in der Nähe, sehe, desto mehr fange ich an, ihn zu hassen, Weiße. Etwas in der Nähe betrachten.

Bey dem Ottfried Nahi, im Theuerdanke die Nehent, im Nieders. Nägte, im Dän. Närhed.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 3. Leipzig 1798, S. 416.
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