Stapeln

[297] Stapeln, verb. regul. welches im Niederdeutschen am üblichsten ist, wo es in doppelter Gestalt gebraucht wird. 1. Als ein Neutrum mit dem Hülfsworte seyn, mit langen hoch aufgehobenen Beinen langsam daher schreiten. Sehr ernsthaft einher stapeln. Gestapelt kommen. Es gehöret hier zunächst zu Stapfe und stapfen, ist aber doch mit dem folgenden nahe verwandt. 2. Als ein Activum und zunächst von Stapel, eine Haufe, ordentlich in Haufen legen, auf einander legen; Schwed. stapla, Holz auf einander stapeln. Es wegstapeln, es an einen andern Ort auf einander schichten, damit es wegkomme. Aufstapeln, aufhäufen. So auch das Stapeln.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 297.
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