Winde, die

[1553] Die Winde, plur. die -n, von dem Verbo winden. 1. Der Nahme einer Pflanze, welche sich um andere Gegenstände windet, Convolvulus Linn. deren es wieder viele Arten gibt; auch Windeglöcklein, Windekraut. Aufrechte Winde, Evolvulus Linn. 2. Ein Werkzeug, Fáden damit ab- oder auch auf einen Knauel zu winden. S. Garnwinde. 3. Ein Werkzeug, Lasten damit in die Höhe zu winden, dessen es wieder verschiedene Arten gibt, als Baumwinden, Wagenwinden u.s.f. Auch der Kloben oder Flaschenzug wird in einigen Gegenden eine Winde, oder Zugwinde genannt.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 1553.
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