Redoute (Kriegsbau)

[96] Redoute; (Kriegs-Baukunst) so nennt man in der Kriegs-Baukunst eine kleine geschlossene Feldschanze ohne Bollwerke. Ihre Figur soll eigentlich ein rechtwinklichtes Viereck sein; allein das Terrain, auf dem sie erbaut [97] wird, und die umliegende Gegend bestimmen öfters ihre Gestalt anders. Der Eingang in dieselbe, der mit einer Traverse gedeckt ist, wird in der dem Feuer am wenigsten ausgesetzten Seite angebracht. Sie ist ferner mit einem acht bis neun Fuß breiten und tiefen Graben, und mit einer eben so dicken und hohen Brustwehr, welche durch Bänke unterstützt wird, umgeben, und hat den Zweck, sowohl zum Wachthause als zur Beschützung eines Passes, zur Beschutzung der Verschanzungslinien, der Laufgräben zu dienen. Ihr Umfang richtet sich jederzeit nach der Anzahl der zur Vertheidigung derselben bestimmten Truppen und nach der Menge des aufzunehmenden Geschutzes.

Quelle:
Brockhaus Conversations-Lexikon Bd. 4. Amsterdam 1809, S. 96-97.
Lizenz:
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