Covenant

[482] Covĕnant oder Bund nannten die schot. Protestanten zuerst den Eid, welchen sie dem bald nach Einführung der Reformation von ihnen 1581 aufgestellten Glaubensbekenntnisse zur Gewähr desselben beifügten. Als nach der Vereinigung Schottlands mit England im J. 1603 die Stuarts der engl. oder bischöflichen Kirche ihre Gunst zuwendeten, weil dieselbe ihrem Wunsche nach Alleinherrschaft förderlicher schien, verbanden sich die strengern Anhänger Calvin's in Schottland zur Aufrechthaltung ihres Glaubens und errichteten einen neuen Covenant, als 1637 die Einführung einer der engl. nachgebildeten neuen Liturgie erfolgen sollte. Endlich kam während der Streitigkeiten Karl I. mit dem Parlamente mit letzterm eine feierliche Übereinkunft und Covenant der schot. Protestanten zu Stande, wodurch die Freiheit ihres Kirchenwesens gesichert wurde. Nachdem die Stuarts wieder zum Throne gelangt waren, erfolgte zwar 1661 die Aufhebung des Covenant, was aber die strenggläubigen Presbyterianer, die seitdem Covenanters hießen, nur noch mehr in ihren Ansichten befestigte, sodaß häufige Aufstände derselben stattfanden, bis endlich 1689 völlige Glaubensfreiheit eingeführt wurde.

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Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, Band 1. Leipzig 1837., S. 482.
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