Langbein

[698] Langbein (Aug. Friedr. Ernst), ein deutscher Dichter, welcher sich durch seine launigen Gedichte und seine Erzählungen beliebt gemacht hat, wurde 1757 zu Radeberg bei Dresden geboren, studirte seit 1777 zu Leipzig die Rechte und kam 1785 nach Dresden. Nachdem er einige Zeit als Sachwalter gearbeitet hatte, wurde er Kanzlist beim geheimen Archiv. Nach 12jähriger Dienstzeit nahm er seinen Abschied und begab sich 1800 nach Berlin. Hier lebte er bis an seinen 1835 erfolgten Tod. Seine Schriften haben keinen hohen poetischen Werth, zeichnen sich aber durch Witz, Scherz, Laune und gewandte Darstellung aus. Eine Ausgabe seiner »Sämmtlichen Schriften« ist nach des Dichters Tode (31 Bändchen, Stuttg. 1836–38) erschienen.

Quelle:
Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, Band 2. Leipzig 1838., S. 698.
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