Astrologie

[113] Astrologīe (grch.), Sternkunde, bes. Sterndeutekunst, die vermeintliche Kunst, aus der Stellung der Gestirne (Konstellation, s.d.) zukünftige Ereignisse, bes. das Schicksal der Menschen vorherzusagen, wurde nach den Keilinschriften schon von den Sumeriern, den ältesten Bewohnern Mesopotamiens, geübt und ging von diesen auf die spätern semit. Völker dieser Gegenden über. Eine ausgebildete A. besaßen auch die ägypt. Priester. Von Ägypten aus verbreitete sie sich über Griechenland und Rom nach dem Abendlande. Vom 7. bis 13. Jahrh. wurde sie von den Arabern mit Eifer betrieben, in den nächstfolgenden Jahrhunderten selbst von den größten Gelehrten und Astronomen (Paracelsus, Cardanus, Tycho Brahe, Kepler u.a.). Vgl. – Mayer (1891), Förster (1901).

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911., S. 113.
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