Gymnasium

[740] Gymnasĭum, bei den alten Griechen Bezeichnung für öffentliche Anlagen, in denen Jünglinge und Männer nackt (gymnos) unter Leitung der vom Staate bestellten Gymnasten und Gymnasiarchen ihren Körper ausbildeten, und die allmählich auch zum Sammelplatz des gesamten geistigen Lebens wurden, indem namentlich die Philosophen ihre Vorträge in ihnen zu halten pflegten; in Deutschland jetzt Name der höhern Schulen, die für das Universitätsstudium vorbilden und als Hilfsmittel und Grundlage dazu bes. die lat. und griech. Sprache und Literatur benutzen, daher auch humanistische G. (Latein- oder Gelehrtenschulen, Lyzeen etc.) zum Unterschied von den Real-G. (s. Realschulen) genannt.

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911., S. 740.
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Mitarbeit: Hofmeier, Franz

Wege durch die Geschichte 5. Gymnasium Bayern

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