Nervenschwäche

[256] Nervenschwäche, Neurasthenie, auch reizbare Schwäche, übermäßig leichte Erregbarkeit des Nervensystems mit nachfolgendem großen Schwächezustand, äußert sich durch Kopfschmerzen, Schwindel, Gedächtnisschwäche, Schlaflosigkeit, heftige Rückenschmerzen, häufiges Erschrecken, Beklemmung und Herzklopfen, trübe Gemütsstimmung. Ursachen: geistige Überanstrengung, Erschöpfung durch schwere Krankheiten oder geschlechtliche Exzesse, übermäßige Blut- und Säfteverluste, deprimierende Affekte, Vererbung. Behandlung: körperliche und geistige Ruhe, leicht verdauliche Nahrung, gute Luft, Kaltwasserkuren, Massage, Elektrizität. – Vgl. Binswanger (1896), Krafft-Ebing (2. Aufl. 1900), Wichmann (3. Aufl. 1904), Loewenfeld (4. Aufl. 1904) u.a.

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 256.
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