Stachelschweine

1795. Gemeines Stachelschwein.
1795. Gemeines Stachelschwein.

[749] Stachelschweine (Hystrichĭdae), Familie der Nagetiere, mit einem Stachel- oder Borstenkleid; Körperbau gedrungen, Kopf dick, Augen und Ohren klein. Altweltliche Arten: gemeines S. (Hystrix cristāta L. [Abb. 1795]), Stacheln bis 40 cm lg., spitz, schwarz und weiß geringelt, Hals mit aufrichtbarer Borstenmähne; furchtsames, träges und harmloses nächtliches Tier, frißt Vegetabilien; Mittelmeerländer. Stacheln zu Federhaltern etc. benutzt, Fleisch in Italien gegessen. Quastenstachler (Atherūra), mit körperlangem, am Ende mit Quaste aus Hornplättchen versehenem Schwanz und kurzem Stachelkleid, mit ind. und westafrik. Arten. Neuweltliche: Borsten-S. (Borstenschwein, Urson, Erethīzon dorsātum F. Cuv.), mit dichtem Pelz, Unterseite borstig, zwischen Haaren und Borsten bis 8 cm lange Stacheln; Nordamerika; Greifstachler (Cercolăbes), mit langem Greifschwanz, fast ausschließlich südamerik. Arten, so der Cuandu (Coandu, C. prehensĭlis Brdt.), Stacheln 10 cm lg., gelblichweiß, Guayana, Brasilien; Fleisch eßbar.

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 749.
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