Suëskanal

Afrika. I. (Karte)
Afrika. I. (Karte)

[787] Suëskanal, der Kanal, der das Mittelländische mit dem Roten Meer, den Isthmus von Sues durchschneidend, verbindet [Karten: Afrika I u. I, 12]; schon im Altertum verschiedene Male (zuerst um 1400 v. Chr.) begonnen, unter Darius Hystaspes (um 500 v. Chr.) vollendet, im 8. Jahrh. n. Chr. gänzlich zugeschüttet. 1856 erlangte Lesseps (s.d.) vom ägypt. Vizekönig Genehmigung zur Bildung einer Gesellschaft auf 99 Jahre und begann 22. April 1859 die Arbeiten. Der am 16. Nov. 1869 eröffnete Kanal geht von Port Said aus, durchschneidet den Mensaleh-, Ballah-, Timsah- und den Großen und Kleinen Bittersee und mündet bei Sues; 161 km lg., 22 m Sohlbreite, 58-100 m Wasserspiegelbreite, 8 m Tiefe; Gesamtkosten etwa 480 Mill. Frs. Einnahmen (1904) 115,79 Mill., Ausgaben 37,04 Frs; Schiffsverkehr 1870: 486 Schiffe mit 436.609, 1904: 4237 Schiffe mit 13.401.835 Nettotonnen. – Vgl. Lesseps (franz., 5 Bde., 1875-81), Charles-Roux (franz., 2 Bde., 1901), Edler von Öthalom (1905). – S., auch Name eines ägypt. Generalgouvernements.

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 787.
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