Pommern

[253] Pommern, preuß. Provinz von 567 Quadrat M. mit 940,000 Ew., gehört ganz dem norddeutschen Flachlande an und bildet eine größtentheils sandige, nur mit wenigen Bergen abwechselnde Ebene. Die Ostsee macht die Grenze gegen Norden, während die Oder das Land in zwei Theile, Vor- und Hinterpommern, theilt. Die Produkte sind die gewöhnlichen des nördl. Deutschlands; ein bedeutender Handel aber wird mit geräucherten Gänsebrüsten und Seefischen getrieben. Ueber Rügen und die größeren Städte Stettin und Stralsund s. die betreffenden Artik. – Bis 1637 hatte Pommern seine eigenen Herzoge aus slavischem Geschlechte; nach dem Tode des letzten erhielt damals Preußen Hinter-, Schweden aber Vorpommern. 1720 mußte Schweden seinen Antheil mit Preußen theilen, und 1815 vereinigte dieses das ganze Land unter seinem Scepter.

Quelle:
Damen Conversations Lexikon, Band 8. [o.O.] 1837, S. 253.
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Hrsg. v. Thomas Stamm-Kuhlmann

Pommern im 19. Jahrhundert

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