Organon

[65] Organon (eigentlich: Werkzeug): Mittel zu etwas, besonders zum richtigen Denken und Forschen. Unter dem Titel »Organon« haben die Herausgeber der logischen Schriften des ARISTOTELES (De categoriis, de interpretatione, analytica priora und posteriora, topica, de elenchis sophisticis) diese vereinigt. Ein »novum organon« schrieb F. BACON, ein »Neues Organon« LAMBERT. Unter Organon versteht KANT »eine Anweisung, wie ein gewisses Erkenntnis zustande gebracht werden soll« (Log. S. 5). »Ein Organon der reinen Vernunft würde ein Inbegriff derjenigen Principien sein, nach denen alle reinen Erkenntnisse a priori können erworben und wirklich zustande gebracht werden« (Krit. d. r. Vern. S. 43). FRIES definiert Organon als »Inbegriff von Regeln, nach denen eine Wissenschaft zustande gebracht werden kann« (Syst. d. Log. S. 13).

Quelle:
Eisler, Rudolf: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Band 2. Berlin 1904, S. 65.
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