Berger, Joh. Erich von

[56] Berger, Joh. Erich von, geb. 1772 auf der Insel Fünen, 1814 Prof. in Kiel, gest. 1833.

B. ist von Schelling, aber auch von Kant, Fichte und Hegel beeinflußt. Das Erkennen entwickelt sich in demselben Zusammenhange wie das Sein, von der Empfindung bis zur Vernunft. Die Natur ist einheitlich; an sich geistig, erscheint sie äußerlich als materielle Natur; sie ist der Entwicklung unterworfen. Das Organische hat seinen Zweck in sich selber, dieser ist die[57] Lebenskraft. Der Mensch ist vielleicht aus dem Äffen hervorgegangen. Gott ist nicht als außerweltlich zu denken, er offenbart sich in den Geistern (Gemäßigter Theismus).

SCHRIFTEN: Philos. Darstell, d. Harmonie d. Weltalls, 1808. – Allgemeine Grundzüge zur Wissenschaft, 1817-27, l. Analyse des Erkenntnisvermögens, 1817. II. Zur philos. Naturerkenntnis, 1821. III. Grundz. d. Anthropol. u. Psychol., 1824. IV. Grundz. d. Sittenlehre, d. philos, Rechts- u. Staatslehre u. d. Religionsphilos., 1827. – Vgl. H. RATJEN, J. E. v. B.s Leben, 1835. – NOACK, Philos.-gesch. Lex., S. 132 ff.

Quelle:
Eisler, Rudolf: Philosophen-Lexikon. Berlin 1912, S. 56-57.
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Mitarbeit: Beddies, Heiner; Berger von der Heide, Thomas

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