Alfricus, B.

[140] B. Alfricus, Aëp. (28. Aug.) Der sel. Alfrik, Erzbischof von Canterbury, war zuerst Mönch, dann Abt im Kloster Abingdon in England, und wurde von da um das Jahr 990 auf den bischöflichen Stuhl von Wilton in Wiltshire berufen. Als im J. 996 der Primatialstuhl von Canterbury erledigt worden war, fand man keinen Würdigern, denselben einzunehmen, als den sel. Alfrik, der eben so kenntnißreich als gottesfürchtig [140] war, wie dieß die von ihm verfaßten Schriften hinlänglich bezeugen. Von ihm wird auch erzählt, er habe barfuß eine Pilgerreise nach Rom gemacht, um das Pallium zu holen, und daß er allzeit für die Förderung des Klosterlebens sehr bemüht gewesen sei. Gott rief ihn im J. 1066 vom zeitlichen Schauplatze ab, da er eben im Kloster Abingdon sich befand, und wurde daselbst begraben. Unter der Regierung des Königs Canut kam sein hl. Leib nach Canterbury zurück.


Quelle:
Vollständiges Heiligen-Lexikon, Band 1. Augsburg 1858, S. 140-141.
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