Otho, S. (2)

[636] 2S. Otho, Solit. Conf. (23. März). Von Geburt ein Nömer und lange Zeit Soldat gerieth er endlich in feindliche Gefangenschaft, aus der ihn der heil. Leonhard, welcher ihm im Traume erschien, befreite. Jetzt fing er an, Gott enstlich zu dienen. Er lebte zu Ariano, beherbergte die Fremdlinge und trieb etwa drei Jahre das Gewerbe eines Schuhflickers, indem er seinen Verdienst den Armen gab. Zuletzt baute er sich eine Zelle und lebte darin gänzlich allein. Als einstmals der Diener eines vornehmen Herrn sein Dach bestieg, um dessen Falken zu holen, konnte er dieß nicht zuwege bringen, als bis er den Heiligen um Erlaubniß gebeten hatte. Er starb um das J. 1120. Auf Abbildungen sieht man ihn als Einsiedler, und auf seiner Einsiedelei einen Falken sitzend. Um das J. 1230 wurden seine Reliquien nach Benevent gebracht; ebenso ist zu Rom in der Kirche der hhl. Martinus und Silvester ein Altar zu seiner Ehre errichtet. (III. 468.)


Quelle:
Vollständiges Heiligen-Lexikon, Band 4. Augsburg 1875, S. 636.
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