Petrus a Cruce, B. (162)

[838] 162B. Petrus a Cruce, (6. Juli), aus dem Orden der Diener der seligsten Jungfrau Maria (Serviten), war aus adeligem Geblüte in Deutschland entsprossen. Als er auf einer Wallfahrt nach Rom nach Viterbo kam, konnte er nicht mehr weiter gehen, u. wurde von den Serviten gastfreundlich aufgenommen. Als i. J. 1620 die Pest zu Viterbo wüthete, wurden viele von der [838] Pest Befallene augenblicklich gesund, sobald der selige Petrus das Zeichen des hl. Kreuzes über sie machte, weßwegen er vom Volke den Namen Petrus vom Kreuze erhielt. Da er von jeher ein großer Verehrer der seligsten Jungfrau gewesen, bat er um Aufnahme unter die Zahl der Diener Mariens. Kaum hatte er das Ordenskleid angezogen, als er die Nähe seines Todes fühlte. Er starb am 7. Juli 1522. Sein Leichnam wurde in einem steinernen Grabe beigesetzt, in welches die Worte eingegraben wurden: »Dem seligen Petrus vom Kreuze, einem Deutschen, aus dem Orden der seligsten Jungfrau Maria wegen seiner Wunder geweiht. Er starb am 6. Juli 1522.« – Ueber seiner Grabstätte befindet sich sein Bild, welches vorstellt, wie er die Stirne eines Kranken mit dem Kreuze bezeichnet. Das Bild ist mit vielen Votivtafeln umgeben, und oft werden aus Andacht Lampen zu seiner Ehre angezündet. Groß ist besonders der Zulauf der Gläubigen zu seinem Grabe am 6. Juli, wo sein Fest begangen wird.48


Quelle:
Vollständiges Heiligen-Lexikon, Band 4. Augsburg 1875, S. 838-839.
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