Dibbeln

[376] Dibbeln, Stopfen (engl. the dibbling), heißt die Samen in Reihen und in dazu gemachte Löcher mit der Hand einlegen, ähnlich wie im Garten die Erbsen od. im Felde Runkelrübensamen gelegt werden. Die Pflanzen kommen dabei in gleicher Entfernung zu stehen, und können um desto leichter behackt und sonst bearbeitet werden; auch ist die Ersparniß an Saatgut dabei groß gegen über vom Breitwürfigsäen. Ein Mann geht voraus und markirt mit dem Dibbelstock oder Brett die Löcher; ihm folgen [376] Kinder, die in jedes Loch einige Samenkörner fallen lassen. Immerhin aber paßt diese Saatmethode mehr nur für ärmere zahlreiche Familien, die ihr kleines Feld mit der Hand bearbeiten, als für größere Wirthschaften.

Quelle:
Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1854, Band 2, S. 376-377.
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