Fruchtwechsel

[819] Fruchtwechsel, diejenige Bodenbenutzungsart, wo man mit dem Bau aussaugender, den Boden verunkrautender Früchte u. solchen, welche das Land weniger in Anspruch nehmen und es lockern u. rein machen, in zweckmäßiger Weise abwechselt, im Gegensatz von der Körner- oder Feldwirthschaft, die ihren Grundbesitz getheilt hat in Wiesen, die beständig Wiesen bleiben, und in Aecker. Beim F. aber schmelzen beide zusammen, so daß, was in diesem Jahre mit Futtergewächsen bebaut war, im nächsten oder in einem der nächsten Jahrgänge mit Getreide bestellt wird. Der F. kann also ohne Wiesen wohl bestehen, die Feldwirthschaft aber nicht. Uebrigens gehen beiderlei Wirthschaftsbetriebe mehr oder weniger in einander über (vgl. Fruchtfolge).

Quelle:
Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1854, Band 2, S. 819.
Lizenz:
Faksimiles:
Kategorien:
Ähnliche Einträge in anderen Lexika