Grimaldi

[154] Grimaldi, eine der ältesten Familien des genuesischen Adels, gehörte der Partei der Guelfen an u. gab Genua zur Zeit seiner Macht viele Anführer im Kriege, z.B. Antonio G., der 1431 einen großen Sieg über die Venetianer erfocht. Ein G. war auch der Maler Giovanni Francesco, gest. 1680, dessen Fresken den Quirinal, Vatikan und den Louvre zieren; deßgleichen der Jesuit Francesco Maria, geb. 1613, gest. 1663, der Entdecker der Diffraction des Lichts und durch seine Schrift über das Licht Newtons Vorgänger. – G., Francesco Antonio, gest. 1784 zu Neapel, lieferte mehre geschichtliche Arbeiten über Neapel. Der letzte G., Luigi G. della Pietra, st. 1834 zu Genua. – Die G. besaßen von 980 bis 1731 die später zum Fürstenthum erhobene Herrschaft Monaco, welche bei dem Tode des Antonio G. an dessen Schwiegersohn Jacques François Leonard de Goyon-Matignon erbte, der auch Namen u. Wappen der G. annahm.

Quelle:
Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1855, Band 3, S. 154.
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