Merino [2]

[160] Merino, Geronimo, 1775 in einem Dorfe Altcastiliens geb., wurde Pfarrer, führte im Unabhängigkeitskriege eine Guerilla gegen die Franzosen an und bewies sich als einer der gewandtesten aber zugleich grausamsten Bandenchefs. Nach der ersten Restauration wurde er Gouverneur von Burgos, mußte jedoch wegen Gewaltthätigkeiten entlassen werden; 1820 erklärte er sich gegen die liberale Partei und war ihr unter allen Guerillachefs der gefährlichste; 1826 erhob er sich für Don Carlos, erhielt aber dafür bald Verzeihung; 1835 mißlang ihm seine Absicht in Altcastilien für Don Carlos den Bürgerkrieg zu organisiren, er mußte sich zu demselben in die baskischen Provinzen flüchten, begleitete ihn auf seinen Kriegszügen und endlich auf der Flucht nach Frankreich, wo er 1847 st.

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Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1856, Band 4, S. 160.
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