Merīno

[635] Merīno (span.), seiner Kammgarnstoff aus drei- oder vierschäftigem Köper, verschieden gefärbt, mit Glanz appretiert, kam ursprünglich aus England, wurde dann auch in Deutschland und Frankreich nachgeahmt und war lange zu Kleidern und Umschlagtüchern sehr beliebt. M. ohne Glanzappretur und daher weicher heißt Tibet. Halbmerino (halbwollener M.) hat einen Einschuß von Kammwollgarn und eine Kette von Baumwolle. Hierher gehört noch Kaschmir aus Kammgarn von tibetanischem Ziegenhaar.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 13. Leipzig 1908, S. 635.
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