Nichts

[334] Nichts, der Gegensatz von Etwas, über den schon außerordentlich viel philosophirt wurde. – Hinsichtlich der Schöpfung aus N. lehrt die Kirche: 1) Gott selbst ist der Weltschöpfer, hat 21 die Substanz der Welt aus N. hervorgebracht u. 3) durch Sein schaffendes Wort der materiellen Welt ihre Formen eingeprägt. – Im gemeinen Sprachgebrauch drückt N. gewöhnlich die Verneinung von vorhanden, tauglich, gut u.s.f. aus. – Vgl. Negation, Nihil, Nihilismus.

Quelle:
Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1856, Band 4, S. 334.
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