Pisé

[550] Pisé, franz., Bauart aus gestampfter, feuchter Thonerde. Die Unterlage der P.mauern muß von Stein oder Holz sein; auf sie wird nun die P.mauer entweder so aufgeführt, daß die Erde in einer eigenen hölzernen Form festgetreten wird, in welcher natürlich die Fenster- u. Thüröffnungen angebracht sein müssen, od. es werden in eigenen Formen P.quader gestampft, an der Sonne getrocknet und aufeinander gesetzt, wobei die sich berührenden Flächen wieder angefeuchtet werden. Der P.bau war den alten Orientalen, z.B. den Babyloniern wohlbekannt, deßgleichen den Griechen;[550] gegenwärtig wird er am meisten in Frankreich angewandt.

Quelle:
Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1856, Band 4, S. 550-551.
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