Wind

[727] Wind, Bewegung der Luftschichten, durch die Störung des Gleichgewichtes verursacht, die in der Regel durch Veränderung der Temperatur u. elektrische Einflüsse verursacht scheinen. Ein sanfter W. durchläuft in der Secunde 5 bis 10', ein steifer W. u. Sturm 40–60', ein Orkan 60–125' und noch mehr. Z wischen den Wendekreisen steigt die starkerwärmte, deßwegen leichtere Luft in die Höhe und richtet sich wegen der Axendrehung der Erde, weil sie sich nicht mit gleicher Schnelligkeit wie die Erde bewegt, in schiefer Richtung gegen Nordost und Südost (Passat-W. e). Am Meere und an großen Seen unterscheidet man Land- u. See-W.; die Erde erhitzt sich nämlich während des Tages mehr als das Wasser, kühlt sich aber während der Nacht auch stärker ab, daher strömt die Luft untertags von der Wasserfläche gegen das Land, nachts von diesem gegen die Wasserfläche. Vgl. Bora, Gallego, Mistral, Samum, Sirocco.

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Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1857, Band 5, S. 727.
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