Zopf

[790] Zopf, das lange zusammengebundene od. geflochtene Haupthaar, bei den Frauen von jeher gewöhnlich; auch bei Männern, jedoch nur bei barbarischen Nationen. Der moderne männliche Z. kam unter Ludwig XIV. auf und wurde, besonders von Friedrich Wilhelm I. cultivirt, allgemeine Auszeichnung des Militärs, welcher erst die französische Revolution den Garaus machte; in Kurhessen erlebte der Z. jedoch das Jahr 1821. Z. zeit d.h. geschmacklose Zeit, [791] das vorige Jahrhundert; Z styl d.h. geschmackloser Styl in der Kunst.

Quelle:
Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1857, Band 5, S. 790-791.
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790 | 791
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