Zopf [2]

[993] Zopf, Wilhelm, Botaniker, geb. 12. Dez. 1846 in Rotzleben an der Unstrut, war erst Dorfschullehrer im Mansfeldischen, absolvierte dann das Gymnasium in Eisleben, studierte Naturwissenschaft in Berlin, habilitierte sich 1883 an der dortigen Universität und Landwirtschaftlichen Hochschule und wurde 1888 Professor der Botanik und Vorstand des kryptogamischen Laboratoriums in Halle, 1899 Professor und Direktor des Botanischen Gartens in Münster. Er schrieb: »Zur Entwickelungsgeschichte der Askomyceten« (Halle 1881); »Zur Morphologie der Spaltpflanzen« (Leipz. 1882); »Die Spaltpilze« (Bresl. 1883, 3. Aufl. 1885); »Die Pilztiere oder Schleimpilze« (das. 1885); »Zur Morphologie und Biologie der niedern Pilztiere« (Leipz. 1885); »Untersuchungen über Parasiten aus der Gruppe der Monadinen« (Halle 1887); »Zur Kenntnis der Infektionskrankheiten niederer Tiere und Pflanzen« (Halle 1888); »Die Pilze in morphologischer, physiologischer, biologischer und systematischer Beziehung« (Bresl. 1890); »Untersuchungen über die durch parasitische Pilze hervorgerufenen Krankheiten der Flechten« (Leipz. 1897); »Die Flechtenstoffe« (Jena 1907) und gab »Beiträge zur Physiologie und Morphologie niederer Organismen« (Leipz. 1892–95) heraus.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 20. Leipzig 1909, S. 993.
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